Literatürk - 11. türkisch-deutsches Literaturfestival 2015: Menschenrechte - Insan Haklari!

Vom 23. Oktober bis 2. November 2015 fand das Literatürk-Festival zum 11. Mal in Essen und der Region statt: neue Namen, aber auch spannende Gäste aus den Vorjahren, Debüts, aber auch gestandene Autoren mit neuen Themen und Ideen kamen zu Lesungen und Diskussionen, zu Film und Musik an unterschiedlichen Veranstaltungsorten in Essen und in der Region.

 

Literatürk ist das renommierteste unter den ganz wenigen türkisch-deutschen Literaturfestivals in der Bundesrepublik, und erfreut sich seit der Gründung über eine hervorragende und zunehmende öffentliche Resonanz; gut 1.500 Besucher konnten bei insgesamt 18 Veranstaltungen begrüßt werden. Mit seinem einzigartigen Programm bereichert Literatürk nicht nur die (inter)kulturelle Szene; Literatürk dient gleichzeitig auch als Vorreiter und gern kopiertes Beispiel für andere Veranstaltungen in der Region. Träger des Festivals ist seit Beginn an das Kulturzentrum GREND in Essen-Steele
 

Für 2015 hatte sich Literatürk das Schwerpunktthema „Menschen-Rechte“ - Insan Haklari - auf die Fahnen geschrieben; mehr als sonst wollten wir die Grundlagen und Modalitäten unseres Lebens und Zusammenlebens ausleuchten. Wir wollten hier vor allem Fragen stellen, aber auch provozieren und zur Diskussion anregen. Denn Künstler/innen, Schriftsteller/innen, Autoren und Autorinnen sind die Seismographen von gesellschaftlichen Zuständen; ihnen gelingt oft der Innenblick in Verhältnisse, die bei uns oft nur an der medialen Oberfläche wahrgenommen werden (können). Literatürk bietet eine künstlerisch/literarische Plattform die es ermöglichst, als Publikum diese Innenblicke mit nachzuvollziehen und daraus vielleicht neue Erkenntnisse über die Sicht auf die Welt zu schöpfen.

 

Am 10. Dezember 1948 genehmigte und verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) die „allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die in dreissig Artikeln die Grundrechte festlegt, auf die jeder Mensch dieser Erde Anspruch haben sollte. Das die Umsetzung dieser Charta in vielen Ländern der Erde noch nicht einmal im Ansatz gewährleistet ist und oft mit Füssen getreten wird, muss hier wohl nicht besonders betont werden. Kriege, Diktaturen, politische Destabilität, Umweltkatastrophen und eine krasse soziale und ökonomische Ungleichheit insbesondere zwischen den westlichen Ländern Europas, der USA und den Ländern der südlichen Hemisphäre führen mit zu den globalen Migrationsbewegungen, die sich nun in den aktuell rasant steigenden Flüchtlingszahlen vor allem in Richtung Europa zeigen. Wir freuen uns daher zur Eröffnung des Festivals in der Essener Zentralbibliothek die Generalsekretärin von Amnesty-International Deutschland, Selmin Çalışkan begrüßen und ihr zuhören zu dürfen.

Im Rahmen des Festivals fragten wir auch danach, wie Frauen angesichts von Gewalt und Diskriminierung leben, was es für Angehörige von Minderheiten bedeutet, in einer Mehrheitsgesellschaft zu leben, wie die Suche nach Gerechtigkeit in der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in der Türkei aussieht, ob es ein Zusammenleben ohne ethische Regeln gibt, was Fußball mit politischem oder zivilgesellschaftlichem Engagement zu tun hat, wie die Situation der zugewanderten Roma in Berlin aussieht und - was Kinder und Jugendliche im Ruhrgebiet zum Thema „Hoffnung“ denken...

Zwölf Tage lang haben wir uns zusammen mit einem bunt gemischten Publikum auf eine literarisch-aufregende Reise zu begeben – an unterschiedlichen Orten in der Stadt Essen und im Ruhrgebiet, mit spannenden Autoren und Autorinnen und mit unterschiedlichsten Menschen, aus welchem Land und aus welcher Kultur auch immer. In der Hoffnung, dass die Rechte von Menschen überall an allen Orten der Welt ihre Verteidiger und Durchsetzer finden.

 

Die Schlaglichter des Festivals:

 

Wie leben Frauen angesichts von Gewalt und Diskriminierung, wie können sie sich wehren, wie wehren sie sich bereits? Zur Eröffnungsveranstaltung des Festivals in der Essener Stadtbibliothek sprachen und diskutierten u.a. Selmin Çalışkan, die Generalsekretärin von Amnesty International, und Sibel Hürtaş, Journalistin und Autorin des aktuellen Buches „Canına Tak Eden Kadınlar“ (Wenn Frauen der Kragen platzt) über Frauenrechte, ihre Defizite und Möglichkeiten, – nicht nur – in der Türkei. Die Eröffnungsrede für die Stadt Essen sprach diesmal der Essener Kulturdezernent Andreas Bomheuer. Moderiert wurde die mit 150 Gästen gut besuchte Veranstaltung durch die WDR-Moderatorin Elmas Topcu, die deutsche Übersetzung übernahm Sabine Adatepe aus Hamburg. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das virtuose Duo „Carpe Diem“ aus Bonn.

 

Kein Zusammenleben ohne ethische Regeln? In unserer Reihe „Autoren im Dialog“ philosophierten und diskutierten Tanıl Bora, Autor, Lektor und Übersetzer aus Ankara, und Jürgen Wiebicke, WDR-Journalist und Autor aus Köln, im Essener Theater „Rü-Bühne“ vor gut 100 interessierten Besuchern über die ethischen Grundlagen gesellschaftlichen Lebens in Deutschland und der Türkei.


Was bedeutet das Recht auf Sprache für Angehörige von Minderheiten?

Der Kölner Autor und Theatermacher armenischer Herkunft Doğan Akhanlı las aus seinem Buch „Die Richter des jüngsten Gerichts“ , in dem es um Identitätsfindnung und Ursachen staatlicher Gewalt geht. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung im Kulturzentrum GREND von dem Flötisten Kemal Sahir Gürtel.

 

Im Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum las der Istanbuler Journalist Hayko Bağdat aus seinem Buch „Salyangoz – die Schnecke“ und sprach vor mehr als 70 Besuchern über sein Schaffen unter den Bedingungen von religiöser und politischer Diskriminierung und in der Diaspora.

 

Der türkische Autor Tuna Kiremitçi warf in der gut besuchten Essener Buchhandlung Proust mit seinem Buch „Madame Rosella und die Liebe“ (Original: Dualar Kalıcıdır) ein Schlaglicht auf Kommunikation zwischen den Generationen im jüdisch-türkisch-französischen Kontext.


Wie sieht die gesellschaftliche und politische Situation in der Türkei aktuell aus? Auf der Suche nach Gerechtigkeit: Die türkische Journalistin Sibel Oral stellte im gut besuchten Gelsenkirchner Kulturzentrum Flora ihre jüngst erschienene Reportage über das Massaker von Roboski vor: „Toprağın Öptüğü Çocuklar“ (Von der Erde geküsste Kinder).

 

„Zwischen Wehmut und Euphorie“: Die türkische Journalistin und Autorin Ece Temelkuran schildert in der fast ausverkauften Alten Synagoge in Essen ihre kritische Sicht der aktuellen Befindlichkeiten in der Türkei auf der Grundlage ihres neu erschienen Buches, aber auch im Licht der Parlamentswahlen und ihrer Tätigkeit als Kulturjournalistin.

 

Wie steht es um Gleichberechtigung in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland? Mitten aus dem Herz von Multikulti kam Autorin und Regisseurin Güzin Kar (Schweiz) mit ihrem Roman „Hüsnü, hilf!“ in die Essener zeche Carl; den „tiefdeutschen“ Hüsnü daraus las der bekannte Schauspieler und Komödiant Hilmi Sözer. Humor fördert Integration!

 

Diskriminierung: Die Berliner Autorin und Sprach- und Kulturvermittlerin Eva Ruth Wemme stellte ihr Buch „Meine 7000 Nachbarn“ im Kulturzentrum Grend vor und berichtetet über ihre spannenden Recherchen und Begegnungen unter den in Berlin lebenden Roma und deren oft bittere und von Diskriminierung beherrschte Lebensituation.


Die Sons and Daughters of Gastarbeiter folgten ihren Eltern aus den Dörfern Anatoliens, Südeuropas, des Balkans nach Deutschland oder kamen in einem Arbeiterviertel der Bundesrepublik zur Welt. Ihre Väter und Mütter sollten in Deutschland als „Gastarbeiter“ den Wirtschaftsaufschwung beflügeln. Ihr Kapitel ist ein wichtiger Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Töchter und Söhne blickten im Essener Grillotheater vor ausverkauftem Haus zurück: In spannenden Lesungen erzählten sie persönliche Geschichten und ließen sie mit Bildern aufleben. Das Grusswort zur Eröffnung der Veranstaltung sprach die MDL und Präsidentin des Landtags NRW, Carina Gödecke.

 

Was hat Fußball mit gesamtpolitischem oder zivilgesellschaftlichem Engagement zu tun? Dieser Frage wurde mit Vertretern der Çarşıgruppe und den Dortmunder Ultras nachgegangen werden. Der Fanclub Çarşı in der Türkei hat, vor allem während der Ereignisse im Gezi-Park, gezeigt, welches Mobilisierungspotential Fußball hat. Die mit 200 Besuchern sehr gut besuchte Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stiftung Zentrum für Türkeistudien im BVB-Stadion in Dortmund durchgeführt.

 

Die Stipendiatin der Kunststiftung NRW Barbara Köhler hat ihren eigenen Blick auf die Stadt Istanbul entwickelt und stellte ihr mit eigenen Fotos ausdrucksstark bebilderte Buch „Istanbul zusehends – Der Fremdheit nachgehen“ im Künstleratelier Alte Mitte in Essen vor.

 

Ein weiteres Highlight zum Festivalende: Der Starjournalist Can Dündar, Chefredakteur der regierungskritsichen „Cumhuriyet“ und persönliche Zielscheibe der türkischen Regierung, berichtete vor mehr als 400 Besuchern in der komplett ausverkauften Zentralbibliothek in Essen brandaktuell von der Situation im Land. Der Doku-Spezialist brachte zudem sein neuestes Buch „Abim Deniz“ und einen Gast mit: Hamdi Gezmiş, der Bruder des 1992 von der türkischen Regierung hingerichteten Studentfühers Deniz Gezmis. Exklusiv für Literatürk und zum ersten Mal in Deutschland präsentierten Dündar und Gezmiş das Buch zur Erinnerung an Deniz Gezmiş, der zum Symbol der türkischen Linken wurde.

 

Zum Begleitprogramm gehörten auch in diesem Jahr wieder mehrere Schullesungen, u.a. mit dem türkisch-stämmigen Literaturvermittler Tayfun Demir und seiner Autobiografie „Gast mit Unbehagen“ an der Erisch-Kästner-Gesamtschule in Essen. Weitere Schullesungen mit den Autoren Frank Schablewski und Sabine Adatepe fanden statt an der Fasia-Jansen-Gesamtschule und dem Berta von Suttner-Gymnasium in Oberhausen.

 

Das neue Schreib- und Buchprojekt für Kinder und Jugendliche – mit der Ausschreibung zum Thema 2015 „Was mir Hoffnung“ macht, in Zusammenarbeit mit dem Geest-Verlag/Vechta und Herausgeber Artur Nickel, hatte ebenfalls seinen festen Platz im Festivalrahmen. Die Präsentation des im Herbst 2015 erschienenen Buches fand vor mehr als 300 Jugendlichen und Gästen in der Essener VHS am Burgplatz statt.

 

Fazit:

Das Literatürk-Festival 2015 konnte in diesem Jahr nicht nur eine enorme Besucherresonanz, sondern eine ausserordentlich große Resonanz in den deutschen, deutsch-türkischen und in den türkischen Medien sowie in den sozialen Netzwerken verzeichnen. Die Bedeutung des Themas „Menschenrechte“ gerade angsichts der sogenannten „Flüchtlingskrise“, aber auch angesichts der sich zuspitzenden repressiven Tendenzen in der Türkei hat sicher mit zu dem großen Interesse beigetragen. Das Festival hat damit erneut seine große Integrationskraft und Ausstrahlung weit über die Region hinaus bis ins Ausland überzeugend bewiesen. Kurz nach seiner Rückreise in die Türkei wurde der Festivalautor, prominentes Literatürk-Beiratsmitglied und Chefredakteuer der regierungskritischen Zeitung Cumhurriyet, Can Dündar zusammen mit seinem Redaktionskollegen Erdem Gül in Istanbul verhaftet und am 25.2. 2016 wieder freigelassen. Die – völlig haltlose - Anklage der türkischen Regierung lautet auf Spionage und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung . Beiden Redakteuren droht bei Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. Das Literatürk-Festival hat – neben zahlreichen anderen weltweiten Unterstützern - eine Solidaritäts- Internetseite eingerichtet und engagiert sich für die Aufhebung der Anklage gegen die beiden angagierten Journalisten. Das Präsidium des deutschen PEN hat zeitgleich die beiden Journalisten zu Ehrenmitgliedern ernannt!

 

 

Das Festivalteam:

  • Semra Uzun-Önder (Programmleitung)

  • Fatma Uzun (Programmleitung)

  • Johannes Brackmann (Geschäftsführung)

  • Cem Sentürk (Koop. partner)

  • Anja Meerschiff (Assistenz)

  • Gülderen Tutar (Assistenz)

 

Literatürk 2015 wurde gefördert und unterstützt durch:

  • Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, aus Mitteln der regionalen Kulturpolitik Ruhrgebiet

  • Kulturbüro der Stadt Essen

  • Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung

  • Restaurant Tablo/Essen

 

Medien- und Kooperationspartner

 

Medienpartner: Funkhaus Europa, Coolibri-Magazin, K.west, Trailer, K24, Cumhurriyet, Radikal.com, Muhabirce.de, dakikNRW

 

Kooperationspartnern: Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung/Essen, Amnesty International, Pro Asyl-Flüchtlingsrat/Essen, Die Flora/Gelsenkirchen, Alte Synagoge/Essen, Schauspiel Essen, Stadtbibliothek Essen, Zeche Carl, Medienforum des Bistum Essen, Buchhandlung Proust/Essen, Zentrum Bahnhof Langendreer/Bochum, Stadt Gelsenkirchen, Projekt MiA, Atelier Alte Mitte/Essen, Rü-Bühne Essen, VHS-Essen, BVB-Fanclub International, Geest-Verlag/Vechta, Erich-Kästbner-Gesamtschule/Essen, Berta v. Suttner Gymnasium Oberhausen, Fasia Jansen Gesamtschule/Oberhausen, u.a.m.

 

 

Trägerschaft:

 

Kulturzentrum Grend e.V.

Westfalenstr. 311

45276 Essen

www.grend.de

 

 

 

Download Programmheft Literatürk 2015
LTK15_Programm_web.pdf
PDF-Dokument [2.6 MB]

Autoren/Autorinnen/Künstler/Künstlerinnen 2015

Selmin Çalışkan

Generalsekretärin Amnesty International Deutschland, seit 2013. Geboren am 5. Januar 1967 in Düren. Ihre beruflichen Erfahrungen reichen von Flüchtlingsberatung über Arbeit mit Frauenrechtsorganisationen in Afghanistan bis zur Lobbyarbeit in Brüssel. Ab 2003 begleitete sie Frauen- und Menschenrechtsarbeit in Afghanistan, Liberia und in der Demokratischen Republik Kongo für Medica Mondiale. Dort baute sie den Bereich ‚Menschenrechte und Politik‘ auf und leitete diesen. Zuletzt war Çalışkan für die European Women’s Lobby in Brüssel tätig und arbeitete am Aufbau eines europäischen Netzwerks für Migrantinnen mit.

 

Sibel Hürtaş

Autorin und mehrfach ausgezeichnete Journalistin. Ihr Spezialgebiet sind Frauen- und Menschenrechte sowie religiöse Minderheiten. 1982 geboren. Sie war lange als Gerichtsreporterin tätig. Ihre Dokumentation „Canına Tak Eden Kadınlar. Kocalarını Neden Ödürdüler?“ (Frauen, denen der Kragen platzt. Warum brachten sie ihre Männer um?) erschien 2014. Mit einer Politologin und einem Psychologen besuchte sie 2011 türkische Gefängnisse und nahm 30 Fälle von Frauen auf, die wegen Mordes am Ehemann oder Partner verurteilt wurden. Dabei lag ihr Fokus stets auf der Lebensgeschichte der Frauen, die die Betroffenen ihr erzählten.

 

Duo: „Carpe Diem“

Barbara Lechner - Konzertgitarre & Gesang
Studierte Gitarre in Graz bei Prof. Dr. Leo Witoszynksij und bei Hubert Käppel in Köln. Mehrfach preisgekrönt bei „Jugend Musiziert“. In Köln und Umgebung gilt sie als Spezialistin für Gitarre im Cross-over-Bereich und in der Kammermusik. Sie konzertiert mit dem Duo Carpe Diem, dem Trio Imperial (Salonmusik) und den Rheinsirenen (Klassik und Filmmusik mit 6 Damen an 10 Instrumenten)
Verena Wittmann - Violine, Viola, Gesang
Violin-Studium mit Konzertexamen von der Musik-Hochschule Dresden. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei KS E. Bolkestein und Prof. E: Rabine. Mehrere Engagements im Berliner Sinfonieorchester und im Orchester der Komischen Oper Berlin. Nach einer Zeit als Vorspielerin im Westfälischen Rundfunkorchester wechselte sie in das Orchester des Nationaltheaters Lissabon. Auch sie ist Mitbegründerin des Duos Carpe Diem, des Trio Imperial und den Rheinsire.

Foto: klassik-entertainment.de

 

Jürgen Wiebicke

Geboren 1962, studierte in Köln Philosophie und Germanistik. Im Anschluss daran volontierte er beim Sender Freies Berlin und war dort Redaktionsleiter. Seit 1997 arbeitet er als freier Journalist, vor allem für den Hörfunk. Bei WDR 5 moderiert er jeden Freitagabend »Das philosophische Radio«, die einzige interaktive Philosophie-Sendung im deutschsprachigen Hörfunk. 2012 gewann er den Medienethik-Preis META der Hochschule für Medien Stuttgart. Er schreibt regelmäßig für das seit Ende 2011 erscheinende Philosophie Magazin und gehört zu den Programm-Machern des internationalen Philosophie-Festivals »phil.Cologne«, das im Juni 2013 zum ersten Mal stattfand.

Foto: Bettina Fürst-Fastré

 

Tanıl Bora

Geboren 1963 in Ankara, studierte Politikwissenschaften an der Universität Ankara. Seit 1988 ist er als Sachbuchlektor und Herausgeber beim renommierten İletişim-Verlag tätig. Außerdem ist er Mitherausgeber und Autor der Zeitschrift Birikim und Chefredakteur der Zeitschrift für Sozialwissenschaften Toplum ve Bilim. Seine Schwerpunkte als Autor sind politische Ideologien in der Türkei, insbesondere rechte Ideologien und kritische Analysen über Nationalismus. An der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara lehrt er politische Ideologien in der Türkei.

Foto: Mehmet Özer

 

Doğan Akhanlı

Lebt seit 1995 als Autor in Köln und ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN. In seinen Romanen, Aufsätzen und Interviews sowie in Projekten setzt Doğan Akhanlı sich immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte ein. Er ist der Initiator der Raphael-Lemkin-Bibliothek in Köln. Schwerpunkte seines zivilgesellschaftlichen Engagements sind das Gedenken und die Aufarbeitung von Völkermorden des 20. Jahrhunderts und der interkulturelle an Versöhnung orientierte Dialog.Seine Projekte wurden unter anderem von der Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunftgefördert und zuletzt im Jahr 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Foto: Manfred Wegener

 

Kemal Sahir Gürel

Geboren 1966 in Giresun. Gürel arbeitet seit 1986 als Komponist, Arrangeur und Konzertmusiker und zählt zu den talentiertesten türkischen Komponisten der Türkei. Er schrieb die Musik zu zahlreichen, bekannten Kurzfilmen, Spielfilmen und Fernsehserien.

 

Hayko Bağdat

Der Publizist mit armenischen und griechischen Wurzeln Hayko Bağdat, 1976 in Istanbul geboren, studierte Geschichte an der Universität Istanbul. 2002 übernahm er als Produzent und Moderator die Sendung „Sözde Kalanlar“ bei Yaşam Radyo, eine Sendung, die sich erstmals ganz der Minderheitenthematik widmete. Seit 2012 ist er Co-Produzent und –Moderator der TV-Sendung „Azı Karar Çoğu Zarar“. Seit 2003 schreibt er für diverse Zeitungen und Zeitschriften. 2007 gehörte er zu den Gründern der Initiative „Freunde Hrants“ zur Aufklärung des Mords an Hrant Dink. 2014 erschien sein erstes Buch „Salyangoz“, 2015 folgte „Golik“.

Foto: Mustafa Seven

 

Tuna Kiremitçi

Geboren 1973 in Eskişehir, Anatolien. Er studierte Filmwissenschaften an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul. Schon während seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte. Für seine Kurzfilme wurde er vielfach ausgezeichnet. Er arbeitet als Kolumnist, komponiert Musik, schreibt Drehbücher und tritt als Solist auf. Seine Romane sind allesamt Bestseller in der Türkei.

 

Güzin Kar

Eine Schweizer Drehbuchautorin und Filmregisseurin, die grosse Sozialdramen schreiben wollte, aber versehentlich Komödiantin wurde. Ihre Besonderheit ist es, Hochkultur und Trash nebeneinander zu pflegen, eine denkbar unschweizerische Eigenheit. Im Jahr 2000 schreibt und inszeniert sie Spielfilme, so schrieb sie das Drehbuch zum allerersten Dialektfilm der neuen Generation fürs Schweizer Fernsehen, “Lieber Brad”, sowie zwei Drehbücher für das grosse Fernsehspiel im ZDF. Später folgten Blockbuster wie der deutsche Kinderfilmklassiker “Die wilden Hühner” und die schweizer Militärkomödie “Achtung, fertig, WK!” Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere Drehbuch- und Regiepreise. Für ihren ersten Kinofilm "Fliegende Fische müssen ins Meer" gewann 2011 den Preis des saarländischen Ministerpräsidenten.

Foto: Barbara Sigg

 

Hilmi Sözer

In Ankara geboren und in Deutschland aufgewachsen gab Hilmi Sözer bereits als 15- jähriger Schüler in Duisburg sein Bühnendebüt. Nach Auftritten in zahlreichen Kinder- und Jugendstücken gab er in „Voll Normal“ unter Regisseur Ralf Hüttner sein Kinodebüt. Mit der „Auslandstournee“ der türkischen Regisseurin Ayse Polat, in der Sözer einen türkischen Sänger spielte, wurde er zum internationalen Filmfest Tolero 2000 eingeladen. Im TV spielte er in "Die Bademeister" und "Die Verwegene" und im Grimme-Preis gekrönten "Das Phantom". 2001 wurd Sözer mit dem "Deutschen Comedy Preis" für die beste Kinokomödie "Der Schuh des Manitu" ausgezeichnet. Nach wie vor steht Sözer auch auf der Bühne. Dabei schafft er den Sprung von Comedy-Programmen zu ernsthaften Stoffen wie beispielsweise in dem Monolog „Dreck“ von „Schlafes Bruder“-Autor Robert Schneider.

 

Foto: Karin Gerdes

 

Sibel Oral

Seit 2002 Kulturjournalistin- und redakteurin für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen in der Türkei. 2006 folgte ihr erster Roman 'Beni Beklerken' und 2012 ihr zweiter Roman 'Zayi- Harp ve Darp Ülkesinde Bir Selvi'. 2015 erschien ihr aktuelles Buch "Toprağı Öptüğü Çocuklar - Adaleti beklerken Roboski (Von der Erde geküsste Kinder - Roboski: Warten auf Gerechtigkeit). Es folgten Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien. Seit 2015 ist sie Chefredakteurin des online Kulturmagazins K24, daneben schreibt sie für zahlreiche andere online Kulturportale.

 

Eva Ruth Wemme

1973 in Paderborn geboren, studierte in Köln, Berlin und Bukarest. Sie war Dramaturgin am Schauspielhaus Chemnitz und ist nun als Lektorin, Autorin und Übersetzerin tätig. Als Autorin erhielt sie 2010 das Stipendium der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin sowie das Alfred-Döblin-Stipendium. Sie lebt in Berlin und ist Sprach- und Kulturmittlerin für Neuankömmlinge aus Rumänien, übersetzt Literatur aus dem Rumänischen und begleitet seit 2011 rumänische Migrantinnen und Migranten in Berlin als Dolmetscherin und Beraterin. Sie führte zahlreiche Interviews und berichtet eindringlich und aus erster Hand vom Teufelskreis aus Arbeits- und Wohnungslosigkeit, aus Fremdheit und Vorurteilen. Diese Dokumentation macht die Situation und den Grad der Diskriminierung von Roma in Deutschland deutlich.

 

Foto: Nane Diehl

 

Ece Temelkuran

Journalistin und Autorin, wurde 1973 in Izmir geboren und studierte Jura an der Universität Ankara. Mit dem Journalismus begann sie während ihrer Studienzeit bei der Zeitung Cumhuriyet. Ihre thematischen Schwerpunkte sind die Frauenbewegungund und die Situation der politischen Häftlinge. Aufgrund ihrer oppositionellen Haltung und ihrer Kritik an der Regierungspartei verlor sie ihre Stelle bei einer der großen türkischen Tageszeitungen. Ece Temelkuran lebte einige Zeit in Tunesien, um die Entwicklungen in dem arabischen Land aus nächster Nähe zu beobachten und um sich dem politischen Druck in der Türkei zu entziehen. Ihr Roman „Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann“ wurde in 22 Sprachen übersetzt und erschien 2014 im Atlantik Verlag.

Foto: Sedat Suna

 

Çiçek Bacik

Geboren in Almus/Tokat wanderte sie als Kind eines Gastarbeiters 1980 nach Berlin ein. Sie studierte an der Freien Universität und an der Sorbonne Neuere Deutsche Literatur und Französische Philologie. Sie ist Co-Herausgeberin und Autorin von „Intercity Istanbul Berlin“ (2010). Ihre Promotionsarbeit „Türkisches Fernsehen in Deutschland –Narrenfreiheit und mangelnde Medienaufsicht“ erschien 2014. Sie ist Mitgründerin und Koordinatorin der Literaturplattform „Daughters  and Sons of Gastarbeiters.“

 

Foto: Neda Navaee

 

Wolfgang Farkas

Arbeitet als Autor, Verleger, Übersetzer und Hausmann. Er ist Mitbegründer des Blumenbar Verlags, den er zehn Jahre lang leitete und bei dem 2010 »Das Manifest der Vielen« erschienen ist. Manchmal wird er für einen Franzosen, dann wieder für einen Türken oder Kubaner gehalten, seine Eltern sind aber zum Teil ungarisch und sogar bayerisch. Zurzeit bereitet er die erste Ausgabe einer neuen Berliner Stadtteilzeitung vor und schreibt einen Roman.

 

Foto: Neda Navaee

 

Snjezana Petrovic

 Ist in Bayern geboren und ist in einem multikulturellen Umfeld zwischen "Heidi deine Welt sind die Berge" und Balkan-Akkordeon aufgewachsen. Sie ist Übersetzerin für Englisch/Deutsch/Serbokroatisch und Mutter eines 13- jährigen Jungen. Für den Balkan ist sie unverschämterweise Vegetarierin. Durch einen kleinen Blog versucht sie die Heimat ihrer Eltern zu ergründen und ihre Wurzeln zu behalten bzw. zu entdecken.
 

 

Zoran Terzić

Studierte Bildende Kunst in New York, bevor er am Lehrstuhl für nicht-normative Ästhetik in Wuppertal promoviert wurde. Seine Monographie “Kunst des Nationalismus” (Berlin 2007) beschäftigt sich mit der Kultursemiotik des Krieges. Neben seiner Schreibtätigkeit tourt er auch als Jazzpianist. Zoran Terzić lebt in Berlin.

 

Nilüfer Şahin

Ist Journalistin und Autorin. Sie studierte Kommunikationswissenschaft (M.A.), Psychologie und Germanistik. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Neuen deutschen Medienmacher und arbeitet für das Bundespräsident Johannes Rau - Journalistenprogramm. Sie ist ein Kind des Ruhrgebiets; sie bloggt, kocht und entwickelt Rezepte auf KochDichTürkisch.de.
 

 

Miguel Zamorano

In Dortmund geboren, studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Philosophie. Er besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitet als Texter bei einem Berliner Startup.
 

 

Barbara Köhler

Lebt seit 20 Jahren in Duisburg. Sie veröffentlichte Gedichtbände und Essays, Übersetzungen (u.a. Gertrude Stein und Samuel Beckett). Sie war Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen (2009), Writer in Residence am Oberlin-College, Oberlin, Ohio (2009), erhielt den Erlanger-Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2009), den Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (2009), war Thomas-Kling-Poetikdozentin der Kunststiftung NRW in Bonn (2012/13) und Artist in Residence an der Cornell University, Ithaca, N.Y. (2013). Zuletzt erschienen von ihr "Neufundland. Schriften, teils bestimmt" (2012) und "36 Ansichten des Berges Gorwetsch" (2013).   Foto: Christiane Zintzen

 

Can Dündar

Der zur Zeit bekannteste Journalist der Türkei, Autor und Filmemacher. 1961 in Ankara geboren, studierte er Politik und Journalistik an der Universität Ankara. Bereits während seines Studiums arbeitete er für zahlreiche Zeitungen des Landes. Er absolvierte die „London School of Journalism“, promovierte im Fach Politik und arbeitete anschließend unter anderem als Fernsehjournalist und Dokumentarfilmer. Er fördert und dreht sozial- und gesellschaftskritische Dokumentarfilme, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist seit 2015 Chefredakteur der Tageszeitung "Cumhuriyet". Aktuell ist Can Dündar aufgrund seiner investigativ journalistischen Tätigkeiten persönlich zur Zielscheibe der Regierung geworden. Ihm drohen zweimal lebenslange Haft und zusätzlich 42 Jahre Gefängnis.

 

Hamdi Gezmiş

Der jüngere Bruder des legendären Studentenführers der 68´er Bewegung Deniz Gezmis schloss 1973 die Istanbuler Akademie für Wirtschaftswissenschaften ab und machte in den Jahren 1974-1977 an der Istanbul Universität seinen Master. Nach langjähriger Tätigkeit als freier Wirtschaftsprüfer und Finanzberater wurde er 1999 als Finanzberater vereidigt. Nebenbei ist er in Berufskammern und Vereinen engagiert. Zur Zeit promoviert er an der Universität Istanbul in Wirtschaftswissenschaften. Gemeinsam mit dem Autor und Journalisten Can Dündar brachte er das Buch „Abim Deniz“ heraus.

 

Inan Kaya

Inan Kaya hat seine Schulbildung in Brüssel und Ankara absolviert und an der Istanbul Universität Jura studiert. Er übersetzte die historische Studie des französischen Schriftstellers und Orientalisten Leon Cahun "Introduction à l'histoire de l'Asie" ins Türkische. Daneben übersetzte er weit über 100 Gerichtsurteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus dem Englischen und Französichen ins Türkische. Inan Kaya vertritt die Mitglieder der Fangruppe Çarşı / Besiktaş, die aufgrund ihrer Teilnahme an den Gezi-Protesten als Putschisten angeklagt sind.

 

Sabine Adatepe

Sabine Adatepe lebt als Autorin und Literaturübersetzerin für Türkisch in Hamburg. Sie hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke, Sach- und Kinderbücher übersetzt, zuletzt "Schwarze Galle" von Sema Kaygusuz (Matthes&Seitz 2013) und "Glut" von Murat Uyurkulak (Binooki 2013). Im November 2013 erscheint ihr Roman "Kein Frühling für Bahar". Im August 2015 erscheint ihr Roman "Kein Frühling für Bahar" in der Türkei unter dem Namen "Bahar" beim Ayrıntı Verlag. Sie führt ein literarisches Blog und moderiert, liest und dolmetscht bei literarischen Veranstaltungen.

 

Elmas Topcu

Elmas Topcu Ist Journalistin und arbeitet als Moderatorin und Redakteurin beim WDR. Neben ihrer Arbeit für den WDR war sieals Projektmanagerin auch für die künstlerische Leitung des Kulturhauptstadtbüros RUHR.2010 tätig, wo sie vor allem die Zusammenarbeit mit der anderen Kulturhauptstadt Istanbul koordiniert sowie Veranstaltungen und Events organisiert hat.

 

 

Tayfun Demir

1950 in Ahlat, geboren, pensionierte Bibliothekar. Er leitete fast 30 Jahre lang die interkulturelle Abteilung in der Stadtbibliothek Duisburg und war den türkischsprachigen wie auch deutschen Lesern ein Kulturvermittler und Integrationshelfer. Seine Autobiographie – „Der rastlose Gast“ ermöglicht es ihm, ein beispielhaftes lebensgeschichtliches Zeugnis kohärent vorzulegen. Er erzählt von seinem Leben in der Türkei, von seinem politischen Engagement und den Repressionen, denen er ausgesetzt war. Es ist eine Geschichte von Trennung und Wiederbegegnung, von Fremde und Heimat. Die Erfahrungen während seiner bibliothekarischen Tätigkeit in Duisburg prägen das literarische Schaffen von Tayfun Demir. Im Exil unterstrich er seine besondere Verbundenheit mit der türkischen Kultur, indem er als Verleger ausstellungsbegleitend Bibliographien der türkischen und deutschtürkischen Literatur herausgab.

 

Frank Schablewski

Geboren 1965 in Hannover. Studium der bildenden Kunst sowie Studium der Literatur an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf. Seitdem entstehen interdisziplinäre Arbeiten mit Künstlern zu eigenen Gedichten. İpşoğı Tanzstudien in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Hieraus entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung als Dichter und Performer mit Tänzern und Choreographen über Tanz und Sprache. Neben dem literarischen Schaffen entstehen Katalogtexte und literarische Kunstreden, sowie Übertragungen aus dem Englischen und dem Hebräischen. In jüngster Zeit beschäftigen sich zunehmend Komponisten mit seinem lyrischen Werk.

 

Feridun Zaimoğlu

Geboren 1964 in der Türkei. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das ZEITmagazin und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ.
2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr erhielt er den Hugo-Ball-Preis und 2007 den Grimmelshausen-Preis, 2008 den Corine-Preis für seinen Roman Liebesbrand, 2010 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis und 2012 den Preis der Literaturhäuser. Im Jahr 2015 ist er Stadtschreiber von Mainz. Für seinen Roman „Siebentürmeviertel“ wurde er 2015 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Foto: Klaus Haag

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