Literatürk 2016 - FREUND SCHAFFT LEBEN

Festivalprogramm 2016
Alle Veranstaltungen 2016
Programm-Druckdatei-final.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]
Pressespiegel Literatürk 2016
Presse und Onlinemedien 2016
Pressespiegel-Literatürk2016.pdf
PDF-Dokument [11.8 MB]

Grusswort 2016

 

„Ein Buch ist wie ein dicker Brief an einen guten Freund.“– Dieses Sprichwort passt hervorragend zum Literatürk-Festival, das auch in diesem Jahr wieder mit einem vielfältigen und hochaktuellen Programm zu begeistern weiß und diesmal unter dem Motto „Freundschaft“ steht.

Gute Literatur ist beste Grundlage, um einen offenen, ehrlichen und auch konstruktiv-kritischen Austausch unter Freunden zu aktuellen Themen und Fragestellungen zu ermöglichen. Sie eröffnet uns neue Perspektiven auf die Welt, sie erschließt uns fremde Sichtweisen und sie fördert damit immer auch gegenseitiges Verständnis. Das ist gerade mit Blick auf das deutsch-türkische Miteinander in diesen Monaten von besonderer Bedeutung. Mein großer Dank gilt deshalb den Organisatorinnen und Organisatoren, die Jahr für Jahr aufs Neue mit großem kulturellen Engagement und ebenso großer, persönlicher Leidenschaft an der Literatur dieses einzigartige Festival im Ruhrgebiet auf die Beine stellen.

In diesem Sinne: Ich wünsche allen Gästen des 12. Literatürk Festivals eindrucksvolle Lesungen, spannende Einsichten und bleibende Begegnungen.

 

Carina Gödecke Präsidentin des Landtags NRW

Literatürk 2016: Freund Schafft Leben

 

Das Festival fand vom 24.10 – 3.11. 2016 zum 12ten mal statt. Der thematische Schwerpunkt in diesem Jahr stand unter dem Motto: „Freund-Schafft-Leben“. Die Situation der Menschenrechte und der Pressefreiheit (nicht nur) in der Türkei verschlechtert sich zunehmend – vor allem nach dem Militärputsch in Juli 2016. Doch wie soll ein Festival wie Literatürk mit einer solchen Situation umgehen? Was bleibt der Kunst angesichts der täglichen weltweiten Bedrohungen, der Angst, den Krisen und der tödlichen Gewalt? Resignation, Wegschauen, Ausblenden? Trauer? Wut? Welche Bedeutung haben Freundschaften – und als Antagonismus auch Feindschaften – in verschiedenen Ländern? Wie entsteht aus Ängsten und Vorurteilen Hass und Gewalt? Was können Freundschaften bewirken? Verbirgt sich in der Freundschaft eine soziale Utopie?

 

Diesen und weiteren spannenden und hochaktuellen Fragen ist das Literatürk Festival in seiner 12. Ausgabe nachgegangen. Das Festival versteht sich seit zwölf Jahren als künstlerisches Festival, das Autoren und Autorinnen aus der Türkei, aus Deutschland und zunehmend auch aus anderen Ländern präsentiert, ihnen den öffentlichen Raum für ihre Sichtweisen auf die Welt gibt, Gespräche und Diskussionen mit dem Publikum ermöglicht und so Orte für neue Begegnungen und Erfahrungen schafft.

 

Mit mehr als 2500 zum Teil international bunt gemischten Besuchern an elf Festivaltagen, Schullesungen, der Präsentation des neuen Schreib- und Buchprojektes und dem Start eines neuen bundesweiten Schreibprojektes war das Festival überaus erfolgreich. Eine breite Presse- und Medienresonanz, u.a. durch verschiedenen Medienpartnerschaften, begleitete das Festival und war mit eines der Erfolgskriterien. Mit Hilfe der Förderung des Land NRW/MFKJKS, dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen und der Kunststiftung NRW konnte das ehrgeizige Festivalprogramm wie geplant umgesetzt werden.

 

Das Festival startete am 24. Oktober 2016 mit einem Grusswort des Essener Bürgermeisters Franz-Joseph Britz. Zu Gast war der international bekannte türkische Journalist und Autor Can Dündar. Vom 24. Oktober bis zum 03. November 2016 fand ein vielfältiges Festivalprogramm mit Lesungen von bekannten und noch unbekannten Autoren, Gesprächen und Musikdarbietungen an unterschiedlichen Orten in der Stadt Essen statt. Zudem standen in diesem Jahr auch wieder Lesungen für Kinder und Jugendliche an verschiedenen Essener Schulen auf dem Programm sowie die Premierenlesung des diesjährigen Buch- und Schreibprojektes für Kinder und Jugendliche zum Thema „Von Grenzen und Grenzverschiebungen“ am 22.11. im mit mehr als 300 Gästen vollbesetzten Saal der VHS. Gleichzeitig startete die Ausschreibung für ein neues bundesweites Buch- und Schreibprojekt zum Thema „Flucht“, an dem alle Interessenten ab 16 Jahren teilnehmen können. Das Buch soll im kommenden Jahr im Rahmen des nächsten Festivals erscheinen und öffentlich präsentiert werden.

 

Zur Eröffnung des Literatürk Festivals am 24.10.2016 stellte der zur Zeit im deutschen Exil lebende türkische Journalist und Autor Can Dündar, Ex-Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet", sein erstmalig in deutscher Übersetzung erschienenes Buch "Lebenslang für die Wahrheit. Aufzeichnungen aus dem Gefängnis" in dem mit mehr als tausendeinhundert Besuchern vollbesetzten Lichtburg-Kino in Essen vor. Moderiert und übersetzt wurde die Lesung von dem Journalisten Murad Bayraktar. Abgerundet wurde das Eröffnungsprogramm mit einem musikalischen Beitrag des Jazzduos Gabriele Frece (Gesang) und Jürgen Koopmann (Kontrabass). Die Veranstaltung und der Autor mussten mit erheblichem Aufwand durch zahlreiche Security-Kräfte gesichert werden, da Gewalttätigkeiten gegen Dündar aber auch Ausschreitungen während der Veranstaltung selbst zu befürchten waren. Die Veranstaltung konnte letztendlich ohne Störungen durchgeführt werden.

 

Am Dienstag, den 25.10. sprach der bundesweit bekannte Politiker der Linken, Gregor Gysi, in der voll besetzten Zeche Carl in Essen-Altenessen vor ca. 350 Gästen zusammen mit den mit Journalisten Ulrich Noller über sein sein Buch „Ausstieg links – ein Bilanz“ sowie über Freundschaften und Feindschaften, Privates und Politisches. Die Veranstaltung mit Gregor Gysi fand eine sehr große Resonanz, insbesondere auch bei jungen Menschen. Der Moderator Ulrich Noller konnte als Ersatz für die kurzfristig erkrankte Moderatorin Ebru Tasdemir gewonnen werden. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden ebenfalls Sicherheitsvorkehrungen für den Veranstaltungsort getroffen. Im Anschluss an die Veranstaltung besuchten zahlreiche Besucher den Festival-Büchertisch und erwarben sich ein Exemplar des Buches, das der Autor bereitwillig signierte.

 

Der 3. Festivaltag (Mittwoch, 26.10.2016) im Kulturzentrum Grend stand ganz im Zeichen der Literatur und der Musik. Zunächst las die in der Türkei lebende Autorin Ayfer Tunc aus ihrem Roman „Weltschmerz / Dünya Ağrısı“ . Im Anschluss spielte das 2015 mit dem NRW-Creole-Musikpreis ausgezeichnete Trio Klare/Bektas/AK eine ganz eigene Fusion von Jazz-, Welt- und Kunstmusik. Die Lesung mit Ayfer Tunc wurde moderiert und gedolmetscht von der der Hamburger Literaturübersetzerin Sabine Adatepe. Im Anschluss an die Lesung fand ein Gespräch mit dem Publikum statt. Das Interesse galt insbesondere der aktuellen Lage und der Situation der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der Türkei.

 

Am 4. Festivaltag (Donnerstag, 27.10.2016) stellte der Dichter und Schriftsteller Frank Schablewski im Literaturcafe der Zentralbibliothek Essen in Auszügen seine noch nicht veröffentlichten Erzählung „Schwarmbeben“ vor. Die literarische Arbeit an dieser Erzählung wurde mit dem Istanbul-Stipendium der Kunststiftung NRW gefördert. Er verwebt in dieser Arbeit Geschichten über Freundschaft und Liebe, deren Spuren ein Erdbeben begräbt: die Freundschaft und Liebe zwischen einer Lehrerin und einem Schüler, die Freundschaft und Liebe dreier Männer zu einem jungen Mann und die Freundschaft und Liebe eines Ehepaares, die jedoch in einem Mord endet.

 

Am Vormittag des 4. Festivaltages fand eine Schullesung in der Erich Kästner Gesamtschule statt. Zu Gast war die Autorin und Poetry-Slammerin Zoe Hagen mit ihrem Debutroman „Tage mit Leuchtkäfern“. In dem Roman schreibt Zoe Hagen über eine Gruppe von Jugendlichen, die unter Essstörungen leiden und sich während einer Therapie kennenlernen und Freunde werden. Eine weitere mit Zoe Hagen geplante Schullesung an der Frida Levy Gesamtschule musste leider wegen eines Krankheitsfalls ausfallen.

 

Der 5. Festivaltag (Freitag, 28.10.2016) fand im Theater Rü-Bühne in Essen statt. Dort las die schwedische Autorin Lotta Lundberg eindrucksvoll aus ihren Roman „Sternstunde“, der das Leben und die Freundschaft kleinwüchsiger Menschen im aufkommenden Faschismus der 20er und 30er Jahre in Deutschland und später in Schweden nachzeichnet. Die 1961 in Uppsala geborene Autorin lebt seit 2004 in Berlin. Professionell und einfühlend wurde wurde die Lesung von der Germanistin Dr. Karen Yesilada moderiert.

 

Am 6. Festivaltag Samstag, (Samstag, 29.10.2016) stellte der in der Türkei lebende Autor Özgür Mumcu im ausverkauftem Kulturzentrum Grend seinen Debüt-Roman „Die Friedensmaschine“ vor. Die Lesung wurde moderiert und gedolmetscht von Sabine Adatepe. In „Die Friedensmaschine“ werden philosophische Themen wie das Wesen des Menschen diskutiert; alles dreht sich um die zentrale Frage, ob generell Frieden möglich ist. Der Roman spielt am Vorabend des Ersten Weltkriegs und führt auf eine spannende Reise nach Istanbul, Manisa in Anatolien, Paris und Belgrad. Die deutschsprachige Übersetzung des Romans erscheint 2018.

 

Der 7. Festivaltag (Sonntag, 30.10.2016) fand in der Casa im Grillo Theater statt und stand im Zeichen eines vom Literatürk-Festival initiierten Briefwechsels zwischen den beiden Journalistinnen und Autorinnen Karen Krüger und Dilek Zaptçıoğlu zum Thema multinationaler und multikultureller Freundschaften. Der Briefwechsel in deutscher Sprache war vorab nachzulesen unter http://literatuerk-dialoge.jimdo.com/. Im Anschluss an die Lesung der beiden unterschiedlichen Autorinnen wurde das Gespräch für Fragen aus dem Publikum geöffnet und rege diskutiert.

 

Am 8. Festivaltag (Montag, 31.10.2016) stellte die in der Schweiz lebende Autorin Meral Kureyshi ihren Debutroman Elefanten im Garten in der vollbesetzten Buchhandlung Proust vor. In dem Roman verarbeitet die Protagonistin den unerwarteten Tod ihres Vaters mit dem sie im Alter von Jahren in die Schweiz emigriert ist. Die in Prizren im ehemaligen Jugoslawien geborene Autorin lebt seit 1992 in Bern.

 

Am Vormittag des 8. Festivaltages stellte die Journalistin Karen Krüger in der Gustav-Heinemann Gesamtschule ihr Buch „Eine Reise durch das islamische Deutschland“ vor. Karen Krüger machte sich für ihr Buch auf eine Deutschlandreise der besonderen Art. Sie suchte Muslime und deren Lebenswelten auf und stellt ihnen Fragen wie: Wie hältst du es mit der Religion? Was bedeutet Islam für dich? Und was heißt das für die deutsche Gesellschaft? Die Schülern und Schülerinnen der Oberstufen diskutierten anschließend mit der Autorin angeregt über Fragen der Religionszugehörigkeit und den damit verbundenen möglichen Identitätskonflikten.

 

Der 9. Festivaltag im Kulturzentrum Grend stand im Zeichen der vielen nach Deutschland Geflüchteten aus dem arabischsprachigen Raum, denen der Journalist Constantin Schreiber sein Buch „Marhaba Flüchtling!“ gewidmet hat. Der Autor erklärte in seinem Buch, wie Deutschland tickt und wie anders der Alltag, das Leben und die Kultur in Deutschland sind. Moderiert wurde die spannende und informative Veranstaltung von dem Journalisten Nicolaos Georgakis.

 

Die Lesung am 10. Festivaltag (Dienstag, 02.11.2016) mit dem Stuttgarter Erfolgsautor Wolfgang Schorlau musste leider ausfallen, weil der Autor zuvor einen Unfall hatte. Geplant war eine Lesung in der Zentralbibliothek Essen aus seinem neuen Kriminalroman „Die schützende Hand“, eine literarische Ermittlung über den NSU, den Staatsschutz und die Opfer des Terrortrios. Ein Großteil der Besucher konnte kurzfristig erreicht werden, die restlichen Besucher wurden vor Ort informiert und eine Ersatzlesung angeboten.

 

Die 11. Festivaltag ( 03.11.2016) und somit die Abschlussveranstaltung des Literatürk Festivals fand im Cafe Central im Grillo-Theater statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung traten der Philosoph Wilhelm Schmid und der Autor, Lektor, Übersetzer und Politikwissenschaftler Tanıl Bora in einen Dialog über das Thema Freundschaft. Als Grundlage diente ihnen dabei das Buch „Vom Glück der Freundschaft“ von Wilhelm Schmid, das Tanil Bora ins türkische übersetzt hatte, sowie eine von Tanil Bora herausgegebene Sonderausgabe zum Thema in der Zeitschrift „Birikim“. Das Gespräch und die anschließende anregende Publikumsdiskussion wurde ebenfalls moderiert von Sabine Adatepe.

 

 

Essen, Dezember 2016

 

 

Literatürk-Festival-Team: Semra Uzun-Önder, Johannes Brackmann, Fatma Uzun

 

 

Autoren, Autorinnen und Küstler*innen

 

Can Dündar

 

Can Dündar, Journalist, Autor und Dokumentarfilmer hat für die wichtigsten Zeitungen seines Landes gearbeitet und zahlreiche Bücher veröffentlicht. Bis August 2016 war er als Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet tätig. Der international mehrfach preisgekrönte Dündar ist Ehrenmitglied des Deutschen PEN, erhielt 2015 den Menschenrechtspreis der Reporter ohne Grenzen und wurde für besondere publizistische Leistungen von der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche ausgezeichnet. Aktuell schreibt Dündar eine wöchentliche Kolumne in der ZEIT.

Foto © Alex Kunkel

 

 

Gabriele Frece & Jürgen Koopmann

 

Die Sängerin Gabriele Frece ist in verschiedensten Besetzungen und Bands tätig. Seit vielen Jahren ist sie Dozentin für Gesang des internationalen Jazzworkshops der städtischen Musikschule Gladbeck.


Jürgen Koopmann hat Kontrabass in Münster und Arnheim studiert. Seitdem ist er Bassist in verschiedenen Jazzformationen, hat an diversen CD-Produktionen mitgewirkt, und unterrichtet an der Offbeat-Musikschule in Gladbeck.

 

 

Gregor Gysi

 

Gregor Gysi prägte wie kaum ein anderer Politiker die vergangenen 25 Jahre deutscher Einheit. Vom ehemaligen DDR-Anwalt zum Politprofi avanciert, war er lange Zeit das Gesicht der Linken im Bundestag und ist häufig geladener Talkshow-Star. Mit seiner Redegewandtheit und Scharfsinnigkeit fasziniert er bis heute selbst politische Gegner. Nach dem Rücktritt als Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken im Oktober 2015 hat er nun seinen ersten Rückblick veröffentlicht: Ausstieg links? Eine Bilanz. Darin spricht er mit Stephan Hebel über die Reize des Westens, über DDR-Nostalgie, Marktwirtschaft und Sozialismus, über Erfolge und Niederlagen seiner Partei und über den Preis, den die Politik dem Menschen Gregor Gysi abverlangte. Wir freuen uns sehr, dass Gregor Gysi nun auf unsere Einladung hin zum Literatürk-Festival nach Essen kommt. Seine einzige Bedingung, die wir gerne erfüllen: kein Eintritt!

Foto © Deutscher Bundestag

 

 

Ayfer Tunç

 

Die Schriftstellerin und Publizistin Ayfer Tunç schreibt seit 1983 in diversen Zeitungen und Zeitschriften hauptsächlich über Literatur. Die Autorin schreibt neben Romanen und Kurzgeschichten auch Reportagen, Radiohörspiele und Drehbücher für Fernsehserien. Ihre Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Die engagierte Autorin veröffentlichte neben ihren Romanen und Erzählbänden, journalistische und essayistische Beiträge in zahlreichen Periodika.

 

 

 

Klare | Bektaş | Ak

 

Jan Klare spielte mit vielen wichtigen internationalen Improvisatoren, tourte in den USA, Asien, Afrika, komponierte für die WDR Big Band. Er gab eine Masterclass im NEC Boston, ist seit 2006 Leiter von The Dorf.
 

Ahmet Bektaş (Oud) spielte zunächst Darbuka, bevor er zur Oud kam, & hier sein Spiel zu einer hochgradigen Perfektion führte. Seit 1981 lebt er in Deutschland. Er verbindet orientalische Maqam-Musik mit Jazz und arbeitete u. a. mit Rafael Cortes, Christoph Haberer und Karibuni.

 

Fethi Ak (Darbuka): in Deutschland geboren, begann er schon als Kind auf türkischen Hochzeiten zu spielen und gehört heute zu den virtuosesten Darbukaspielern in Deutschland. Er ist ein gefragter Studiomusiker und spielte u. a. mit Betin Güneş.

 

 

Frank Schablewski

 

Der Lyriker und Schriftsteller Frank Schablewski studierte Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie und Tanz an verschiedenen Instituten in Europa. Er verfasst Gedichte und Essays zur Kunst, die in Anthologien, Literaturzeitschriften und Katalogen von Galerien und Museen veröffentlicht und in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Frank Schablewski selbst übertrug Gedichte aus dem Amerikanischen, dem Hebräischen und aus dem Spanischen ins Deutsche.

 

 

Lotta Lundberg

 

Die schwedische Schrifstellerin Lotta Lundberg lebt seit 2004 in Berlin. Sie schreibt für das Feuilleton verschiedener schwedischer Tageszeitungen. Für ihren Roman Zur Stunde Null (2015) wurde sie mit dem renommierten Literaturpreis des schwedischen Rundfunks ausgezeichnet. Ihr aktueller Roman Sternstunde wurde von der schwedischen Presse hochgelobt.

Foto © Eric Bleckert

 

 

Özgür Mumcu

 

Der Journalist Özgür Mumcu promovierte in Jura an der Sorbonne Universität und arbeitete im Anschluss an der juristischen Fakultät Galatasaray, wo er seit 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist. Neben seiner Tätigkeit als Akademiker schrieb er für verschiedene Zeitungen. Auf den Spuren seines berühmten Vaters, den investigativen Journalisten Uğur Mumcu, der 1993 durch ein Bombenattentat ermordet wurde, schreibt er seit 2014 für die liberale Zeitung Cumhuriyet. 2016 ist sein erster Roman erschienen.
Foto © Onur Sözeri

 

 

Karen Krüger

 

Geboren in Marburg, aufgewachsen im badischen Waldshut-Tiengen und in Istanbul. Studium der Geschichtswissenschaft, Soziologie und Romanistik. Sie schrieb als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und wurde nach einem Volontariat bei der FAZ im April 2008 Redakteurin im Feuilleton und im Reiseblatt. Seit dem 1. Januar 2012 gehört sie zur Feuilleton-Redaktion der Sonntagszeitung in Berlin.

Foto: F.A.Z.

 

 

Dilek Zaptcıoğlu

 

Die Kapitänstochter ist Istanbulerin und wuchs u. a. in Hamburg auf. Studierte Historikerin. Journalistin. Schriftstellerin. Übersetzerin. Preisträgerin. Mutter. Liebt das Meer und denkt, dass es keine Demokratie ohne eine freiheitliche Kultur geben kann. Lebt zur Zeit wieder in Istanbul.

 

 

Meral Kureyshi

 

Geboren 1983 in Prizren im ehemaligen Jugoslawien, lebt seit 1992 in Bern. Nach Abschluss des Studiums am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel gründet sie das Lyrik-Atelier in Bern. Elefanten im Garten ist Ihr Debüt-Roman und im Schweizer Limmat Verlag erschienen.
Foto © Matthias Günter

 

 

Constantin Schreiber

 

Der Journalist arbeitet seit Januar 2012 für das Nachrichten-Team von n-tv. Der studierte Jurist hat ein Volontariat bei der Deutschen Welle absolviert & als Reuters-Stipendiat an der University of Oxford geforscht. Von 2009 bis 2011 war er als Medienberater für den Nahen Osten im Auswärtigen Amt tätig und eng mit den Entwicklungen des arabischen Frühlings befasst.

Foto © Urbschat

 

 

Wolfgang Schorlau

 

Der Schrifsteller Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den acht Dengler-Krimis: hat er die Romane Sommer am Bosporus und Rebellen veröffentlicht und den Band Stuttgart 21. Die Argumente herausgegeben. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet. Zwei seiner Bücher wurden bisher verfilmt und im Fernsehen ausgestrahlt.

Foto © Timo Kabel

 

 

Wilhelm Schmid

 

Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Viele Jahre lang war er als Gastdozent in Riga, Lettland, und Tiflis, Georgien, sowie als ›philosophischer Seelsorger‹ an einem Krankenhaus bei Zürich, Schweiz, tätig. Neben wöchentlichen Kolumnen in verschiedenen Tageszeitungen schreibt er Bücher über Lebenskunst, die u. a. ins Türkische übersetzt werden.
Foto © Heike Steinweg

 

 

Tanıl Bora

 

Tanıl Bora studierte Politikwissenschaft in Ankara. Seit 1988 ist er als Lektor und Herausgeber beim renommierten İletişim-Verlag tätig. Außerdem ist er Mitherausgeber und Autor der Zeitschrift Birikim, Chefredakteur der Zeitschrift für Sozialwissenschaften Toplum ve Bilim (Gesellschaft & Wissenschaft), lehrt an der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara und übersetzt aus dem Deutschen ins Türkische, u. a. Habermas und Wilhelm Schmid.

 

 

Zoe Hagen

 

Zoe Hagen steht regelmäßig mit ihren Texten auf der Bühne. 2014 wurde sie deutsche Vize-Meisterin der U20-Poetry Slammer. Ihr Debüt schrieb sie mit 17 Jahren binnen weniger Wochen. Damals hätte sie sich über mehr Glühwürmchen in ihrem Leben gefreut.
Foto © Nadine Staedtner

 
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kulturzentrum Grend