Literatürk- 13. internationales Literaturfestival 2017

 

Macht und Ohnmacht

 

Das Festival fand vom 6.11 – 15.11. 2017 zum 13ten mal statt. Das diesjährige Schwerpunktthema „Macht und Ohnmacht“ bildete einen brandaktuellen Fokus auf die politischen und gesellschaftlichen Zustände in der Welt. Krieg, Hunger, Flucht und Terror haben ihre Wurzeln vielfach in Macht- und Unterdrückungsverhältnissen skrupelloser Diktaturen, unkontrollierbarer Machtcliquen und den globalen Militärstrategien der Großmächte. Macht spielt aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungen, zwischen Frauen und Männern, in Familien und in sozialen Gemeinschaften eine entscheidende Rolle und kann dabei zu unmenschlichen Unterdrückungs- und Gewaltverhältnissen führen. Der Gegenpart der Macht ist die Ohnmacht, also die Tatsache oder auch das Gefühl, keine Möglichkeiten der Veränderung von bestehenden Machtverhältnissen zu sehen, von Entscheidungen der Machthaber in einer umfassend globalisierten Welt ausgeschlossen oder von ihnen abhängig zu sein.

 

Diesen und weiteren spannenden und hochaktuellen Fragen ist das Literatürk Festival in seiner 13. Ausgabe nachgegangen. Das Festival versteht sich seit dreizehn Jahren als künstlerisches Festival, das Autoren und Autorinnen aus der Türkei, aus Deutschland und zunehmend auch aus anderen Ländern präsentiert, ihnen den öffentlichen Raum für ihre Sichtweisen auf die Welt gibt, Gespräche und Diskussionen mit dem Publikum ermöglicht und so Orte für neue Begegnungen und Erfahrungen schafft.

 

Mit ca. 3000 zum Teil international bunt gemischten Besuchern in insgesamt 16 Veranstaltungen an elf Festivaltagen, Schulprojekten, der Präsentation des neuen Schreib- und Buchprojektes „ Wer ich wo bin“ und dem Start und der Präsentation des neuen bundesweiten Schreib- und Buchprojektes „Von Fluchten und Wiederfluchten“ erreichte das Festival deutlich mehr Besucher als im Vorjahr. Eine breite Presse- und Medienresonanz, u.a. möglich durch verschiedenen Medienpartnerschaften, begleitete das Festival und war mit eines der Erfolgsbedingungen. Mit Hilfe der Förderung des Landes NRW, dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen und der Kunststiftung NRW konnte das ehrgeizige Festivalprogramm sehr erfolgreich umgesetzt werden.

 

Im Frühjahr 2017 wurde das Literatürk-Festival zum ersten mal zu einer Präsentation des Literaturrat NRW im Rahmen der Leipziger Buchmesse eingeladen. Zusammen mit der türkischen in Berlin lebenden Autorin Menekse Toprak diskutierte die Literatürk-Programmleiterin Semra Uzun-Önder vor zahlreichem Publikum die aktuellen Rahmendingungen von „Kunst und Kultur in Zeiten des Ausnahmezustandes“ in der Türkei.

 

Im Vorfeld des Festivals gelang es zudem einer neu gegründeten Veranstaltergemeinschaft (Buchhandlung Proust, Literarische Gesellschaft Ruhr, Schreibheft, Lichtburg Essen, Literatürk-Festival) am 19. 10. den renomierten türkischen Autor und Nobelpreisträger 2006 Orhan Pamuk zu einer Lesung seines neuen Romans „Die rothaarige Frau“ in den Filmpalast „Lichtburg Essen“ zu holen. Die Veranstaltung war mit knapp 1200 bunt gemischten Besuchern sowohl quantitativ als auch qualitativ ein großer Erfolg.

 

Das Festival startete am 6. November 2017 mit einem Grusswort des Essener Bürgermeisters Franz-Joseph Britz. Zu Gast war die international bekannte israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev Danach fanden jeweils täglich jeweils Festivalprogramme mit Lesungen von bekannten und noch unbekannten Autoren, Gesprächen und Musikdarbietungen an unterschiedlichen Orten in der Stadt Essen statt. Auf dem Programm standen weiterhin ein Schreibworkshop mit Schülern der Erich-Kästner-Gesamtschule, die Premierenlesung des diesjährigen Buch- und Schreibprojektes für Kinder und Jugendliche „Wer ich wo bin“ am 21.11. im mit mehr als 300 Gästen vollbesetzten Saal der VHS. Sowie die Premierenlesung des neuen bundesweiten Buch- und Schreibprojekt „Von Fluchten und Wiederfluchten“ , an dem alle Interessenten ab 16 Jahren teilnehmen konnten.

 

Die ausverkaufte Festivaleröffnung mit ca. 250 Gästen war prominent besetzt; zu Gast war die international bekante israelische Schriftstellerin Zeruy Shalev mit ihrem neuen Roman „Schmerz“.Den deutschen Text las die bekannte Schauspielerin Maria Schrader: Moderiert wurde die Veranstaltung von der neuen Stadtschreiberin Ruhr , Gila Lustiger, die für die ursprünglich geplante und erkrankte Shelly Kupferberg kurzfristig einspringen konnte. Die Übersetzung Deutsch-Englisch übernahm die Luiteraturwissenschaftlertin Dr. Karin Yesilada. Das musikalische Rahmenprogramm wurde von der türkischstämmigen Essener Violinistin Beril Sun überzeugend gestaltet.

 

Am Dienstag, den 7.11. las der bekannte aus Bulgarien stammende Autor Ilja Trojanow in der gut besuchten Casa des Grillo-Theaters aus seinem neuen Buch „Nach der Flucht“, in dem er seine eigenen Fluchterfahrungen in lyrischen und ausserordentlich beeindruckenen Worten reflektiert. Die engagierte Moderation übernahm die Literaturwissenschaftlerin Dr. Karin Yesilada

 

Am 3. Festivaltag (Mittwoch, 8.11.) im Theater Freundenhaus im Kulturzentrum Grend war die ebenfalls bekannte Autorin Nina George mit ihrem „Traumbuch“ zu Gast. Es ging in der Lesung ihres neuen Romans um die Überwindung der Angst als Voraussetzung der eigenen Identitätsfindung. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Medienforum des Bistum Essen durchgeführt.

 

Zwei weitere Veranstaltungen fanden ebenfalls am 3. Festivaltag statt. Im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer las die in Deutschlöand geborenen und in Berlin lebende junge Autorin Fatma Aydemir aus ihrem beeindruckenden Buch „Ellbogen“, in dem es um die Frage ging, in wie weit die Herkunft uns und unserer Biografie prägt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem WDR/Cosmos-Radio durchgeführt; die Moderation übernahm der WDR-Journalist Ulrich Noller.

 

Eine weitere Veranstaltung am gleichen Tag wurde in Kooperation mit dem Literaturbüro Ruhr und dem Katakombentheater durchgeführt. Der türkischstämmige Spiegelkorrespondent Hasnai Kazim las für und diskutierte mit dem zahlreichen Publikum zum Thema „Krisenstaat Türkei; Erdogan und das Ende der Demokratie am Bosporus“. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Projektes „Über Leben! Von de4r Hoffnung auf Zukunft“ des Literaturbüro Ruhr e.V.

 

Am 4. Festivaltag (Do, 9.11.) wurde das Ergebnis des bundesweiten Buch-und Schreibprojektes „Von Fluchten und Wiederfluchten“ im vollbesetzten Kulturzentrum Grend präsentiert. Über hundert Autoren, Jugendliche und Erwachsene aus der Republik, aus ganz Europa und z.T. auch aus Übersee beschreiben im gerade im Geestverlag/Vechta erschienenen Buchband ihre Erfahrungen und Bilder von Flucht und erzwungender Migration. ca. 20 Autoren und Autorinnen waren anwesend und lasen Kurzausschnitte ihrer selbstgeschriebenen Texte. Zum veranstaltungstag präsentierte Amnesty International einen Ausschnitte einer Bilderausstellung zum Thema „Menschen auf der Flucht“ in Zusammenarbeit mit der rennomierten Fotoagentur Magnum.

 

Am 5. Festivaltag (Freitag, 10.11.) stand im Fokus der Nachwuchsförderung; es stellte sich das junge aus Mülheim stammende Autorenkollektiv mit ihrer Literaturzeitschrift „Das Richtungsding“ im Rahmen einer Lesung in der Stadtbibliothek Essen vor. Die musiklaische Bgleitung übernahm die türkischstämmige Schauspielerin Günfer Cölgecen.

 

Der 6. Festivaltag (Samstag, 11.11.) fand ebenfalls in der vollbesettzten Essener Stadtbibliothek statt. Der Politik- und Islamwissenschaftler und ehemalige Nahostkorrespondet der ZEIT Michael Lüders referierte deeindruckend kenntnisreich aus seinem aktuellen Buch „Die den Sturm ernten“. Im Anschluss wurden seine Thesen egangiert mit dem Publikum mit der Moderation des Journalisten Nikolaos Georgakis diskutiert.

 

Am 7. Festivaltag (Samstag, 11.11.) gab es Programm für junge Leute im Grend-Kulturzentrum; die Poetry-Slam-Gruppe „Stützen der Gesellschaft“ trugen vor vollbesetztem Saal engagiert ihre provokanten Texte vor.

 

Am 8. Festivaltag (Sonntag, 12.11.) diskutierten im Rahmen eine Gesprächsrunde die Autorin und Kulturjournalistin Menekse Toprak, der Pen-Vizepräsident Sascha Feuchert und die Literatürk-Festvalmacherin Semra Uzun-Önder, wie Künstler, Autoren und Kulturschaffende in Zeiten des Ausnahmezustands in der Türkei arbeiten können. Die gutbesuchte Veranstaltung fand im Cafe Central des Grillotheater in Essen statt.

 

Der 9. Festivaltag im Medienforum des Bistum Essen fand wiederum in Koperation mit dem WDR/RadioCosmo statt. Die in Deutschland geborenen junge Schriftstellerin und Ulla-Hahn-Autorenpreisträgerin Shida Bazyar las vor zahlreichem Publikum aus ihrem neusten Roman „Nachts ist es leise in Teheran“. Es geht um eine Familiengeschichte, um politischen Widerstand und die Hoffnung auf Veränderung. Die Moderation hatte der WDR-Journalist Ulrich Noller.

 

Den 10. Festivaltag (Di, 14.11.) bestritt der kurdische Jornalist und Romanautor Burhan Sönmez mit seinem Buch „Instanbul Istanbul“ im Theater Freudenhaus im Grend. Die preisgekrönten Romane des aktive PEN-Mitglieds erscheinen in über 20 Ländern. Die Moderation übernahm die Hamburger Übersetzerin und Buchautorin Sabin Adatepe.

 

Die 11. Festivaltag ( 15.11.) und somit die Abschlussveranstaltung des Literatürk Festivals fand im Astra-Kino in Essen statt. Eingeladen war der türkische und in Deutschland im Exil lebende Jornalist Can Dündar, der sein neustes Buch „Der Verräter“ vor gut 300 Besuchern vorstellte. Der ehemalige Chefredakteur der Cumhuriyet, die 2016 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, saß wegen seiner Berichterstattung über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes nach Syrien drei Monate in türkischer Einzelhaft. Heute lebt er im Exil in Berlin, denn in der Türkei droht ihm lebenslange Haft. Von hier aus setzt er seinen Kampf für die Pressefreiheit in seinem Land fort. In seinen Aufzeichnungen aus dem deutschen Exil erzählt er von den Ereignissen, die sich nach seiner Freilassung überschlagen haben: Prozess, Attentat, Urteil, der Putschversuch, seine Flucht nach Deutschland, sein Exil in Berlin. Dort führt er ein Leben zwischen Preisen und Anerkennungen, Bedrohungen und Anfeindungen, denn er kämpft weiter für eine demokratische Türkei. Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit dem WDR-Radio Cosmo. Die Moderation übernahm der Jornalist Murat Bayraktar.

 

Am Di, 21.11. wurde abschließend in der Essener VHS die neue Ausgabe der Essener Anthologien präsentiert; Zum Thema „Wer ich wo bin“ schrieben mehr als einhundert Kinder und Jugendliche ihre Texte; ein Teil der Jungautoren trugen diese dann im Rahmen der vollbesetzten Veranstaltung vor. Das diesjährige Buch wurde wiederum in Kooperation mit zahlreichen Partner stellt und ist im Geest-Verlag/Vechta erschienen.

 

Parallel zum Festival gab es am 14. und 15.11. einen Schreibworkshop mit Schülern der Erich-Kästner.Gesamtschule in Essen.; angeleitet durch den in Süddeutschland lebenden Autor und Festivalleiter andalusischer Herkunft José Oliver. Der Schreibworkshop zum Thema „Ich meine D:ich“ wird am 23. und 24.1.2018 fortgesetzt. Im Rahmen des Festivals 2018 werden dann die Ergebnisse des Workshops präsentiert.

 

Fazit: Literatürk 2017 war ein in jeglicher Hinsicht gelungenes Festival mit überraschend zahlreichen und interkulturell gemischten Besuchern. Die öffentliche Resonanz in unterschiedlichen Medien (Tageszeitungen, Magazine, Radio, soziale Medien, etc.) war entsprechend groß. Das diesjährige hochaktuelle Schwerpunktthema „Macht und Ohmmacht“ stieß auf eine hohe Resonanz bei den Festivalbesuchern. Literatürk hat sich in diesem Festvaljahr weitgehend etabliert; als Ort der interkulturellen Begegnung, der Diskussion, des Austausches, als Ort der Präsentation von Kunst und Kultur, von qualitativ hochwertiger Literatur aus unterschiedlichen Ländern – und als Ort der Produktion von Texten, Lyrik und spannenden Geschichten.

 

Essen, 17.1. 2017

 

Literatürk-Festival-Team: Semra Uzun-Önder, Johannes Brackmann, Fatma Uzun

sowie: Nikolaos Georgakis, Katharina Majer, Gülderen Tutar, Jana Henninger, Martina Stengert, u.a.

 

 

Auch in seiner 13. Auflage bietet die „Literatürk“ ihren Besucherinnen und Besuchern wieder einen umfassenden Einblick in türkische und deutsch-türkische Literatur und darüber hinaus die Möglichkeit, mit vielen Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen.

Neben dem künstlerischen Aspekt hat sich das internationale Literaturfestival verstärkt auch zu einer Plattform entwickelt, die den interkulturellen Austausch zwischen Menschen vieler Nationen fördert. Gerade hier im Ruhrgebiet mit seiner langen Einwanderungsgeschichte haben solche Veranstaltungen ihren besonderen Reiz: Bringen sie doch neben den kulturellen Besonderheiten vor allem auch die vielen Gemeinsamkeiten ans Licht, die unser Miteinander ausmachen.

Allen Beteiligten, den Organisatoren, Förderern und Partnern danke ich für ihr Engagement. Dem Literaturfestival „Literatürk“ wünsche ich eine große Resonanz.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

 

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen

Autoren und Autorinnen, Künstler, Mitwirkende

 

Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane erhielt er u.a. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2005) und den Nobelpreis für Literatur (2006). Pamuk ist der erste türkische Schriftsteller, der die renommierte Auszeichnung erhielt. Das Nobelpreiskomitee lobte seine Vermittlerrolle zwischen Orient und Okzident. Pamuk lebt in Istanbul.

Foto: © Wylie

 

 

 

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – «Liebesleben», «Mann und Frau», «Späte Familie» – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit und lebt in Tel Aviv.

Foto: © Heike Steinweg

 

 

 

 

Ilija Trojanow, geb. 1965 in Sofia, floh 1971 mit seiner Familie nach Deutschland. 1972 zogen sie weiter nach Kenia. Nach Stationen in Paris, München, Mumbai und Kapstadt lebt der Schriftsteller, Übersetzer und Verleger heute in Wien. Er ist Beisitzer im Präsidium des PEN Deutschland. Für seinen Bestseller "Der Weltensammler" erhielt er 2006 den Leipziger Buchpreis.

Foto: © Thomas Dorn

 

 

 

Nina George, geb. 1973, Schriftstellerin, Journalistin, landete mit Das Lavendelzimmer ihren ersten internationalen Bestseller. Mit ihrem Ehemann veröffentlicht sie unter dem Pseudonym Jean Bagnol Krimis. George ist Beisitzerin im Präsidium des PEN und engagiert sich politisch u. a. für Urheberrechte von Künstlern und für die Stärkung von Frauen in der Buchbranche.

Foto: © Urban Zintel

 

 

 

 

Fatma Aydemir, geb. 1986 in Karlsruhe, lebt seit 2012 in Berlin. Sie ist taz-Redakteurin und schreibt als freie Autorin für andere Zeitschriften wie Spex und das Missy Magazine. Anfang 2017 initiierte mit anderen das deutsch-türkische Nachrichtenportal taz.gazete.

Foto: © Bradley Secker

 

 

 

Hasnain Kazim, geb. 1974 in Oldenburg als Sohn indisch-pakistanischer Eltern, seit 2009 SPIEGEL-Korrespondent im Ausland, u. a. Islamabad, Istanbul und derzeit Wien.

 

 

 

Richtungsding ist eine Zeitschrift für zeitgenössische Literatur mit Sitz im Ruhrgebiet. Sie will Autoren aus dem Ruhrgebiet ein Forum bieten. Gleichzeitig veröffentlicht sie auch Texte von weither.

 

Fabian Wolbring, hat über die Poetik des deutschsprachigen Raps promoviert und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Bonn in der Abteilung: Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Der langjährige Richtungsding-Autor (Preisträger 2011) veröffentlicht 2017 eine neue CD mit seinem Rap-Projekt PREU.

 

Jasamin Ulfat, (über Macht und Ohnmacht)

 

 

 

 

Michael Lüders, geb. 1959 in Bremen. Studium der arabischen Literatur in Damaskus, der Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin. Promotion über das ägyptische Kino. Dokumentarfilme für SWR und WDR. Langjähriger Nahostkorrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT. Lebt als Politik- und Wirtschaftsberater, Publizist und Autor in Berlin.

Foto: © ChristophMukherjee

 

 

 

 

Die Stützen der Gesellschaft

 

Fee: Die Münchner Slam-Poetin Fee war 2013 Finalistin der Bayerischen Poetry-Slam-Meisterschaften und anschließend gewann sie in Kiel die deutschsprachigen Meisterschaften in der Kategorie U20.

 

Frank Klötgen: ein Fixpunkt der deutschen Poetry-Slam-Szene und seit Jahren erfolgreicher Moderator des Grend-Slam. Zudem Sänger der Band Marilyn’s Army.

 

Alex Burkhard: amtierender Münchner Stadtmeister im Poetry-Slam, mehrfacher Halbfinalist der deutschsprachigen und Finalist der bayerischen Meisterschaften.

 

Sven Kemmler: Kabarettist und Autor. Seit 2004 tourt der Münchner mit Soloprogrammen deutschlandweit und ist amtierender bayerischer Meister im Poetry-Slam.

 

Foto: © Jeannette Kumm

 

 

 

 

 

Menekşe Toprak, geb. 1970 in Kayseri (Türkei), Autorin, Übersetzerin und Kulturjournalistin, erhielt für ihren Roman Ağıtın Sonu 2015 den Duygu-Asena-Romanpreis. Toprak lebt in Istanbul und Berlin.

 

 

 

 

Sascha Feuschert, ist Professor für neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und dort auch Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur. Seit 2012 ist er zudem Vizepräsident des deutschen PEN und dessen Beauftragter für "Writers-in-Prison/Writers-at-Risk".


https://www.holocaustliteratur.de/deutsch/Sascha-Feuchert/

 

 

 

Shida Bazyar, geb. 1988 in Rheinland-Pfalz, Bildungsreferentin, Autorin, Ulla-Hahn-Autorenpreisträgerin, Tochter von linken Aktivisten aus dem Iran, lebt in Berlin.

Foto: © Joachim Gern

 

 

 

 

Burhan Sönmez, geb. 1965. Kurdischer Journalist und Romanautor, lebt in Istanbul und Cambridge. Wegen seiner politischen Aktivitäten wurde er 1996 Opfer eines gewaltsamen Übergriffs durch die Polizei. Mithilfe der Freedom-from-Torture-Stiftung konnte er später in London behandelt werden. Die preisgekrönten Romane des aktiven PEN-Mitglieds erscheinen in über zwanzig Ländern. Zuletzt wurde er mit dem Václav-Havel-Preis ausgezeichnet.

Foto: © Kalem Agency

 

 

 

 

Can Dündar, geb. 1961, ist Journalist, Autor und Dokumentarfilmer und hat für die wichtigsten Zeitungen seines Landes gearbeitet und zahlreiche Bücher veröffentlicht. Bis August 2016 war er als Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet tätig. Dündar, mehrfach international ausgezeichnet, ist Ehrenmitglied des Deutschen PEN, erhielt 2015 den Menschenrechtspreis der Reporter ohne Grenzen und wurde für besondere publizistische Leistungen von der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche ausgezeichnet. Aktuell schreibt Dündar eine wöchentliche Kolumne für die ZEIT und gründete die unabhängige Medienplattform "Özgürüz" in Berlin.

Foto: © Alex Kunkel

 

 

 

 

Beril Sun, geboren 1985 in Istanbul. Bis zu ihrem Abschluss des Diplom-Studiums nahm Beril Sun an vielen Meisterklassen teil und spielte in mehreren Jugend-Orchestern mit, auch als Konzertmeisterin. Nach ihrem Abschluss spielte sie im Staatlichen Sinfonie Orchester Istanbul. Sie vervollständigte ihre Studien an der Hochschule für Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy. Aktuell musiziert Beril Sun im Folkwang Kammerorchester Essen.

 
 

 

Förderer

Ministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW/aktuell: MKW-NRW

Stadt Essen, Strategiekonzept interkulturelle Orientierung

Kunststiftung NRW


Medienpartner

WDR-Cosmo Radio

Trailer

Coolibri


und Kooperationspartner Festival

Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung/Essen

Literarische Gesellschaft Ruhr e.V.

Buchhandlung Proust/Essen

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur

Medienforum des Bistum Essen

Filmkunsttheater Essen

Lichtburg Essen

Grillotheater Essen

BahnhofLangendreer/Bochum

Stadtbibliothek Essen

Literaturbüro Ruhr e.V.

Katakombentheater Essen

VHS/Volkshochschule Essen

Erich-Kästner-Gesamtschule/Essen

Literaturzeitschrift ≫Richtungsding≪


Kooperationspartner Buchprojekt »Von Fluchten und Wiederfluchten«

- Geest-Verlag | Vechta

- Pro Asyl | Essen

- Amnesty International | Essen

- Exile Kulturkoordination

 

Kooperationspartner Essener Anthologien 13.Ausgabe „Wer ich wo bin“

- Geest-Verlag | Vechta

- Elternverband | Lehrerverein Ruhr e.V.

- Turkischer Elternverband DOTEC | Dortmund

- Forderation türkischer Elternverein NRW

- Jugendbibliothek | Stadtbibliothek Essen

- VHS-Essen

- Verein für Literatur | Dortmund

- Essener Lesebundnis

- HU-Bildungswerk

- Ruhruniversität Bochum

- Integrationsrat der Stadt Lünen

Programmheft Literatürk 2017
LTK17_PROGRAMMHEFT_DRUCK-1.pdf
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