Autor*innen / Künstler*innen Literatürk 2018

Foto: Argument Verlag/ Hacquard & Loison/Opale

Dominique Manotti,

geboren am 24. Dezember 1942 in Paris, begann erst mit 50 Jahren Romane zu schreiben. Sie studierte 1960–66 an der Sorbonne Geschichts-wissenschaften, unterrichtete am Gymnasium und wurde 1969 Assistentin für neuzeitliche Wirtschafts-geschichte im neu gegründeten Centre expérimental de Vincennes.
 

Politisch war Manotti 1976–83 als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete jahrelang die Pariser Sektion. Anfang der 80er Jahre beteiligte sie sich am Aufstand der türkischen Sans-Papiers im Textilviertel Sentier. Ab 1994 war sie an der Universität Paris VIII in Saint-Denis tätig. Manotti ist Historikerin und seit dem Algerienkrieg politisch engagiert.
 

In den 1980er Jahren verschob sie aus Desillusionierung über die Politik der Mitterrand-Regierung ihr politisches Engagement in die Literatur. Romane zu schreiben ist für Dominique Manotti nur ein Wechsel des Standbeins, ihre politischen Überzeugungen fließen in ihre Romans noirs ein.

Kerim Pamuk,

1970 in der Türkei geboren, kam mit neun Jahren nach Hamburg, wo er heute lebt und arbeitet. Als Schrift-steller und Kabarettist bewegt er sich im Spannungsfeld seiner beiden Kulturen. Seine Bühnenprogramme find-en begeisterte Resonanz. Mit "Alles roger, Hodscha" oder "Allah verzeiht, der Hausmeister nicht" hat Pamuk bereits zwei erfolgreiche Bücher vorgelegt.

Sven Recker,

wurde 1973 in Bühl/Baden geboren und lebt mit seiner Familie in Berlin. Er arbeitete lange als Journalist, bevor er ab 2002 einige Zeit als Not- und Katastrophenhelfer in Krisenregionen reiste und schult seit Journalisten aus Libyen, Ägypten, Tunesien, Irak, Sudan, Südsudan, Sri Lanka und Ruanda. 2015 erschien sein Debütroman »Krume Knock Out«.

 

 

 

 

 

 

Foto: Georg Roske

Foto: Conny Ehm

Bille Haag,

1942 geboren in Düsseldorf und aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Frankfurt. Seither lebt und arbeitet sie in Freiburg und im Ruhrgebiet. 2007 erschien ihr Debütroman „Der Abfahrer“. Für ihren Roman „Königin der Nacht“ erhielt sie das große Jahresstipendium des Förder-kreises Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Sie ist Mitglied bei „Writers in Prison“ im PEN.

 

 

 

 

Foto: Ismail Yasar

Mehmet Gürcan Daimagüler,

1968 in Siegen geboren. Daimagüler ist promovierter Rechtsanwalt, Kolumnist und Buchautor. Regelmäßig schreibt er für Tageszeitungen und juristische Fachmedien. Er ist einer der bekanntesten Opferanwälte in Deutschland. So vertrat er jüdische Mandanten aus Ungarn im Strafverfahren gegen den "Buchhalter von Ausschwitz", den ehemaligen SS-Mann Oskar G. 2011 erschien sein Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit", ein schonungslos offener Beitrag zur Identitätsdebatte. Im NSU-Verfahren vertrat er die Geschwister von Abdurrahim Özüdoğru, der 2001 ermordet wurde, und die Tochter von Ismail Yaşar, den der NSU 2005 erschossen hatte.

Ivana Sajko,

geboren 1975 in Zagreb, ist Autorin, Dramatikerin und Regisseurin. Ihre Theaterstücke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und auf internationalen Bühnen gespielt. Sie wurde bereits mit wichtigen Preisen ausgezeichnet. Für ihren 2017 erschienenen "Liebesroman" erhielt sie den 10. Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt.

 

 

 

 

Foto: Hassan Abdelghani

Foto: Thomas Baer

Clemens Meyer,

geboren 1977 in Halle / Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise.

Barbaros Şansal

Der renommierte Modedesigner wurde 1957 in Ankara geboren und hat die meisten First Ladys seines Landes ausgestattet. Als bekennender Homosexueller und „Symbolfigur“ seines Landes engagiert er sich für Umweltthemen, Tierrechte und ist Mitbegründer der LGBTI-Bewegung und von Istanbul-Pride.

Foto: Christoph Mukherjee

Michael Lüders,

war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Hamburger Wochenzeitung "DIE ZEIT" und kennt alle Länder der Region aus eigener Anschauung. Als Islamexperte ist er häufiger Gast in Hörfunk und Fernsehen.

 

 

 

Foto: Lütfi Özgünaydin

Ayşe Kulin,

1941 in Istanbul geboren. Die Grande Dame der türkischen Literatur studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Redakteurin und Reporterin für diverse Zeitungen und Zeitschriften. Zahlreiche ihrer Romane und Erzählbände sind Bestseller in der Türkei. 1997 wurde sie zur Autorin des Jahres gewählt. Sie engagiert sich vor allem für die Bildung benachteiligter Mädchen und ist seit 2007 UNICEF-Botschafterin.

Mark Terkessidis,

ist freier Autor, Journalist und Migrationsforscher. Er lebt und arbeitet in Köln und Berlin und schreibt Beiträge zu den Themen Jugend- und Populär-kultur, Migration, Diversität, Interkultur und Rassismus.

Imran Ayata,

geboren 1969 in Ulm, ist ein Autor, DJ, Fußballliebhaber und Gesellschafter einer Agentur für Kampagnen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Der Mitbegründer von Kanak Attak veröffentlichte 2005 seinen Erzählband "Hürriyet Love Express" und 2011 den Roman "Mein Name ist Revolution". Weitere Bekanntheit erlangte er mit der von ihm und Bülent Kullukcu zusammengestellten CD-Kompilation "Songs of Gastarbeiter Vol. 1".

 

Bülent Kullukcu,

1971 in Markt Indersdorf geboren, ist ein Regisseur, Schauspieler, Musiker und bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in München.

Die Verwechlung

Bekannt durch ihre "Trinkhallentour international" ist "Die Verwechslung“ schon im Kulturhauptstadtjahr ange-treten und begeistert seitdem die Men-schen vor Ort für ihre Musik. “Nach über hundert Auftritten sind Sie sicher: Die Menschen wollen die Konfrontation mit unbekannten Klängen - und manchmal auch das nicht-verstehen-müssen. Immerhin sei "Musik keine Mathe-Aufgabe", wie es ein Zuschauer in Bottrop einmal auf den Punkt brachte. Nur Mut also!

 

Die Musiker:

Felix Fritsche/Essen (Bassklarinette)

Lutz Streun/Berlin (Bassklarinette),

Jan Klare/Münster (Bass-Saxophon)

 

Foto: Danny Merz

 

Nino Haratischwili,

geboren 1983 in Tbilissi/Georgien, ist eine preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Autorin. Ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen über-setzt und mehrfach ausgezeichnet.

 

 

 

Osman Engin

Der Autor Osman Engin, geb. 1960 in der Türkei, Lebt seit 1973 in Deutschland. Autor der wöchentlichen Glosse Alltag im Osmanischen Reich für Radio COSMO, ARD-Medienpreis, viele Publikationen, zuletzt Osmans Alltag zwischen Köfte und Korinthenkackern (2017).

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