Eröffnung 14. Literaturfestival Literatürk

Dominique Manotti - "Kesseltreiben"

 

Mo., 12.11.2018, 19:30h, Filmstudio Glückauf

Ein Manager des französischen Energiekonzerns Orstam reist zu einer Fachtagung in die USA und wird gleich am Flughafen verhaftet. In Montreal kommen zwei einflussreiche, nicht ganz saubere Geschäftsleute zu Tode – da hält der unternehmungslustige Mittelsmann Ludovic Castelvieux es für ratsam, schleunigst abzutauchen. Von Paris aus versucht er sein Scherflein ins Trockene zu bringen. Da ihn die Mafia im Visier hat, braucht er dringend Verbündete. Und wendet sich an einen alten Bekannten beim französischen Nach-richtendienst.

Commandant Noria Ghozali ist versetzt worden, ausgerechnet in die Abteilung zum Schutz der wirtschaftlichen Sicherheit. Ein Tätigkeitsfeld, für das sie weder die Ausbildung noch Erfahrung mitbringt. Doch die beiden jüngeren Kollegen verfügen über alle nötigen Kenntnisse und Kontakte, und so bilden die drei schnell ein eingeschworenes Team, das den Energieriesen Orstam unter die Lupe nimmt. Denn dort scheint etwas im Busch zu sein. Die Ermittler hören sich um, lassen ihre Beziehungen spielen. Sie stoßen auf verstreute Fährten und persönliche Fehltritte. Doch kein Nachrichtendienstler glaubt an Zufall …

 

»Um die geplante Übernahme eines französischen Konzerns entspinnt sich ein gigantisches Komplott von Banken, Mafia und US-Politik: Dominique Manottis „Kesseltreiben“ ist Wirtschaftskrimi und Politthriller zugleich und ein Appell an Europa, sich zu wehren.«  Thomas Wörtche, Deutschlandfunk Kultur


»Kesseltreiben ist furchterregend. Weil der Roman in einem knappen, ungekünstelten Stil der Welt ins Gesicht blickt, ohne Ausflüchte, ohne Romantik, ohne exzessive Psychologisierung. Er erzählt von Geld, Macht und Sex. Das lässt das Blut gefrieren.«  Le Monde

 

Dominique Manottis kriminalliterarische Bezugspunkte sind der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese eigenwillige Kombination erklärt vielleicht ihren einzigartigen Stil mit seiner Mischung aus journalistischer Dichte, schlaglichtartig verknappter subjektiver Form und literarischer Eleganz.

 

Gespräch und Übersetzung: Iris Konopik

Musikalischer Kommentar: Die Verwechslung

 

Begrüßung/Eröffnung: Festivalteam Literatürk

 

Grussworte:

  • Muchtar Al Ghusain (Beigeordneter der Stadt Essen für Jugend, Bildung und Kultur)
  • Galina Borchers (Fachbereichsleiterin des kommunalen Integrationszentrum Essen, Integrationsbeauftragte der Stadt)
  • Beate Scherzer (Buchhandlung Proust)

 

Eintritt: € 8,- / € 6,- erm.


Karten sind aussschließlich im Filmstudio Glückauf erhältlich

filmspiegel-essen.de

Präsentation Schreibworkshops
Mapping Essen - Essen vermessen

Eine Schüler*innen-Topographie des Alltags in Essen


Di., 13.11.18, 11h - 18h an verschiedenen Orten in der Stadt

Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule Essen haben „ihre“ Stadt an der Ruhr vermessen. Ein wörtliches Maß nehmen in Sprache, die in mehreren Schreibworkshops im Rahmen einer Projekt-Werkstatt mit dem Lyriker José F.A. Oliver entstanden ist. Nun liegt er vor, der ungewöhnliche Essener Stadtplan: Eindrücke, Gedanken- und Sinnesreize, Poesie des Alltags und literarische Fragmente des Unverhofften. Ein Stadtplan, der in der Phantasie der Betrachtenden aufzuschlagen wäre.. Die Ergebnispräsentationen der Schreibworkshops werden an vier verschiedenen Orten in der Stadt Essen durchgeführt.

 

Workshopleitung: José Oliver

 

Präsentationsorte:

11.00 Uhr Buchhandlung Polberg, Kaiser-Wilhelm-Platz 6, 45276 Essen-Steele

14.00 Uhr VHS, Burgplatz 1, 45127 Essen

16.00 Uhr Stadtbibliothek Essen, Hollestraße 3, 45127 Essen

18.00 Uhr Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, 45276 Essen-Steele

 

Ein Projekt des Festivals Literatürk/Grend-Kulturzentrum in Kooperation mit der Erich-Kästner-Gesamtschule, Essen. U.a. gefördert durch die Baedekerstiftung, Essen

 

Eintritt frei

Kerim Pamuk - "Der Islam, das Islam, was Islam?"

 

Di., 13.11.18, 19.30h, Kulturraum "Die Flora"

In seinem Buch beantwortet Kerim Pamuk unterhaltsam und hochseriös sämtliche Fragen zu Islam, islamischer Welt und Muslimen, was ja für viele irgendwie das Gleiche ist. Selbstverständlich auch Fragen, die Sie sich nie gestellt haben. Von A wie Allah über B wie Burka und Bikini, SCH wie Scharia bis zu Z wie Zuckerfest. Die Auswahl der Themen entspricht selbstverständlich der Auslegung jedes wahrhaft Gläubigen: Sie ist selektiv, subjektiv und sakrosankt!

 

 

 

 

 

 

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Vernissage - "Glückauf in Deutschland"

 

Mi., 14.11.18., 18h, Zentralbibliothek Essen

Kaum bekannt ist, dass mit der ersten Einwanderergeneration auch viele unbegleitete Jugendliche in der Türkei angeworben und nach Deutschland gebracht wurden, um im Ruhrgebiet eine Ausbildung zu machen und zu arbeiten. Sie wurden in deutschen Patenfamilien untergebracht. Was aus ihnen geworden ist? Wie sie sich zurechtfanden? Und wie sie heute ihren Weg sehen? zeigt sehr eindrucksvoll die Ausstellung „Glück auf in Deutschland“, die in der Essener Zentralbibliothek zu sehen ist.

 

Kooperationspartner: AG "Glückauf in Deutschland": Verein für Internationale Freundschaften e. V. Dortmund, Türkischer Elternverband Ruhr, Türkischer Lehrerverein Ruhr, Stadtbibliothek Essen, Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt Dortmund

 

Moderation: Klaus-Peter Böttger (Leiter der Stadtbibliothek Essen)

 

Siehe dazu auch: Rahmenprogramm zur Ausstellung

 

Eintritt frei

Sven Recker - "Fake Metal Jacket"

 

Mi., 14.11.18, 19:30h, Medienforum des Bistum Essen

Peter Larsen ist Kriegsreporter. Einer von denen, die hingehen, wo es weh tut: dicht dran an Flüchtlingen, Kriegsopfern und Katastrophen, unerschrocken im Gespräch mit Warlords und Schleusern. Mit Bild und Ton, live und online. Nur: Alles ist Fake. Die syrischen Flüchtlinge sind afghanische Asylbewerber, der Seelenverkäufer ein Fischerboot in Brandenburg, der Rest aus dem Internet zusammengeschnitten – Hauptsache, es entspricht den Erwartungen, dann geht alles durch. Peter Larsen ist feige, und er weiß das, aber seine Masche funktioniert. Selbst schuld, wer das glaubt. Und schließlich steht er ja auf der richtigen Seite, für die Freiheit, gegen den Krieg, gegen Assad – der Zweck heiligt die Mittel.

Ein schwarzer Roman über Fake News, korrupte Journalisten und die Leichtgläubigkeit des Publikums. Inspiriert von Fällen wie dem des »Fake-Kriegsfotografen« Eduardo Martins schreibt Sven Recker packend und desillusionierend über die Wahrheit im Zeitalter ihrer technischen Produzierbarkeit.

 

Moderation: Nikolaos Georgakis

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Bille Haag: Königin der Nacht

 

Do., 15.11.18, 19:30h, Rü-Bühne Essen

Lili, das ungewollte Kind, lernt früh, sich zwischen ihren zerstrittenen Eltern dolmetschend zu behaupten, lernt (mit Lust) zu intrigieren. Ihre bemerkenswerte Musikalität, ihre Selbstinszenierung fallen beim Großartigkeits-Stil der Zeit auf fruchtbaren Boden. Sie sieht sich als „Pamina“, die in Sehnsucht vergeht nach „Tamino“, dem Prinzen aus dem Nichts. Realiter ist das Johnny, ihr Geliebter, Johann Ohne: ein schöner Mann, ein mittelmäßig begabter Taugenichts – den zu lieben sie beschlossen hat. Der „Weltenbrand“ um sie herum interessiert sie kaum. Ihr „fanatischer“ Aufbruch in die „neue Zeit“ macht sie taub gegenüber fremdem Leid. Erst als ihr Instinkt für Macht nicht mehr wirkt, verwandelt sie sich endgültig in die „Königin der Nacht“, die mit wuchtigem Zorn auf Kränkung und Machtverlust reagiert. Und dabei verliert. Nach dem Zusammenbruch des Naziterrors wird geschwiegen oder zurechtgebogen – Ein packendes Stück deutscher Existenz und Geschichte zwischen 1906 und 1989.

 

Moderation: Karin Yeşilada

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Mehmet Daimagüler - "Empörung reicht nicht"

Unser Staat hat versagt. Jetzt sind wir dran. Mein Plädoyer im NSU-Prozess

 

Fr., 16.11.18, 19h, Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim

Hat unser Sicherheitsapparat die lückenlose Aufklärung der NSU-Mordserie verhindert? Trägt auch der Verfassungsschutz Verantwortung für die Verbrechen der Neonazis? Und haben Polizeibehörden jahrelang in eine falsche Richtung ermittelt, weil ihr Denken zum Teil rassistisch durchsetzt ist? Diese und andere Fragen thematisiert Mehmet Daimagüler, Opferanwalt der Nebenklage, in seinem Plädoyer zum NSU-Prozess. Sein Fazit: Unser Staat hat versagt. Mit seinem Buch appelliert Daimagüler an uns alle, unsere Demokratie nicht für selbstverständlich zu nehmen, sondern sie gegen Hass und Extremismus zu verteidigen.

 

Eintritt frei

Ivana Sajko - "Liebesroman"

Lesung und Gespräch mit Ivana Sajko, Clemens Meyer und Alida Bremer

 

Sa., 17.11.18, 18h, Museum Folkwang / Essen

In ihrem Roman Liebesleben führt uns Ivana Sajko in einen Krieg zwischen Küche und Schlafzimmer: Er, ein arbeitsloser Humanist, versucht die Welt zu verändern und einen Liebesroman zu schreiben. Sie, eine passable Schauspielerin, hat den sicheren Job im Theater gekündigt und kümmert sich um das gemeinsame Kind. Er ist berauscht, sie ist besorgt. Beide kreisen sie umeinander und dem Abgrund entgegen. Aus dem Kroatischen übersetzt von Alida Bremer. 

 

Als ich Ivana Sajko das erste Mal traf und ihre Texte hörte und las, wusste ich sofort, das ist was Besonderes. Da spürte ich die Kraft ihrer Sprache, die Schmerzen der Liebe und des Krieges, und ich war getroffen von diesem klaren und poetischen Sajko-Sound." (Clemens Meyer)

 

Moderation: Clemens Meyer

Übersetzerin: Alida Bremer

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Barbaros Şansal - "Linç" (Lynchen)

 

So., 18.11.18, 19h, Casa / Grillotheater / Essen

Januar 2017, der bekannte türkische Modedesigner Barbaros Şansal wird auf dem Flughafen von Istanbul von einem aufgehetzten Mob verprügelt, nachdem er aufgrund einer drastischen kritischen Äußerung von den Medien zum Freiwild erklärt worden war. Statt der Angreifer wird der Coutourier und Aktivist verhaftet. Im Gefängnis verarbeitete Şansal seine Erlebnisse in diesem Buch, das zum Bestseller wurde.

 

Moderation und Übersetzung: Sabine Adatepe

 

 

 

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Michael Lüders - "Armageddon im Orient"

Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt

 

Mo., 19.11.18, 19h, Zentralbibliothek, Essen

Der Orient kommt nicht zur Ruhe. Während die Kämpfe vor allem in Syrien andauern, zeichnet sich bereits der nächste Konflikt ab: Präsident Trump und seine Verbündeten nehmen den Iran ins Visier. Dahinter steht auch ein Machtkampf zwischen Riad und Teheran. Michael Lüders schildert die Ursachen des Konflikts seit dem 18. Jahrhundert und erklärt, warum der Westen einseitig Partei ergreift. Unter Obama wurde 2015 das Atomabkommen mit dem Iran geschlossen. Doch obwohl Teheran sich erwiesenermaßen an alle Verpflichtungen hält, bricht der Konflikt jetzt erneut auf. Warum ist das so? Ist der Iran wirklich ein «Schurkenstaat»? Welche Rolle spielen die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den USA und Saudi-Arabien, die sogenannte «Saudi-Connection»? Und gibt es tatsächlich eine religiöse Feindschaft zwischen Sunniten und Schiiten? Gewohnt anschaulich, kritisch und pointiert erklärt Michael Lüders die Konflikte und macht deutlich, warum der Region ein neuer dreißigjähriger Krieg droht.

 

Moderation: Nikolaos Georgakis

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Friedensforum Essen

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Buchpremiere und Präsentation: 14. Essener Anthologie

- Vom Glück und seinen Launen -

 

Di., 20.11.18, 17:30h, VHS / Essen

"Vom Glück und seinen Launen!?" ist das diesjährige Thema der 14ten Ausgabe der Essener Jugendbuch-Anthologien. Wer möchte nicht glücklich sein? Jeder Mensch träumt davon.

 

In der neuen Ausgabe der Essener Anthologien geben Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren aus dem Revier ihre faszinierenden Beiträge dazu. Das Schreib- und Buchprojekt ist seit 14 Jahren einmalig in der Bundesrepublik und die wohl wichtigste Jugendanthologie in Deutsch-land. Ruhrgebietsweit werden aus zahlreichen eingesandten Beiträgen die wichtigsten und inter-essantesten Texte veröffentlicht und im Rahmen des Literatürk-Festivals präsentiert. Wie Jugend-liche bei uns im Revier das sehen und damit umgehen, werden sie an diesem Premierenabend präsentieren und damit den Verkauf des Buches eröffnen

 

Moderation: Artur Nickel (Herausgeber)

 

Die Essener Anthologien sind ein Projekt des Literatürk Festival/Kulturzentrum Grend (Essen) und dem Geest-Verlag (Vechta); in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Koopperationspartner.

 

Eintritt frei

Ayşe Kulin - "Kördüğüm" (Der gordische Knoten)

 

Di., 20.11.18, 19.30h, Theater Freudenhaus im Grend / Essen

„Gizem“ hat nach einem mysteriösen Unfall das Gedächtnis verloren. Auf der Suche nach sich selbst und dem, was ihr zustieß, kehren Bruchstücke zurück. Bald verheimlicht sie mehr, als sie erinnert. Die Türkei als Spielball globaler Mächte, Selbstmordanschläge, Syrien-Krieg, ein verwundeter Kriegsreporter, brisante Infos auf Speicherchips, die einem Journalisten zugespielt werden sollen – doch wem noch vertrauen in diesen wirren Zeiten.

 

Die Bestseller-Garantin Ayşe Kulin stellt ihr neues Buch in Lesung und Gespräch vor.

 

Moderation & Übersetzung: Sabine Adatepe

 

 

Eintritt: VVK und AK: 6,-

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+ 1,60 VVK-Gebühr

Mark Terkessidis -  "Nach der Flucht"

Gesellschaftliche Vielheit als Perspektive

 

Mi., 21.11.18, 19.30h, Café Central-International im Grillotheater / Essen

Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre mögen ungewöhnlich erscheinen, tatsächlich jedoch sind heute Migration, Mobiltät und Vielfalt der Normalfall. Aber sind wir auch darauf vorbereitet? Leben wir nicht mental oft genug noch im 19. Jahrhundert? Müsste die Vielheit nicht schon längst zur DNA gehören? Wenn bei den Unter-Sechsjährigen in den deutschen Städten die Kinder mit Migrationshintergrund in der Mehrheit sind, klingt die Rede von der "Integration" antiquiert. Vielheit ist heute vielmehr eine unhintergehbare Bedingung (post-)moderner Gesellschaften. Das ist weder ein Grund zur Verniedlichung (Vielfalt tut gut o.ä.) noch für Weltuntergangsphantasien (Wir schaffen uns ab…). Wichtig ist es, die Perspektive zu wechseln: Der Blick sollte sich nicht mehr ständig auf die „Probleme“ der „Anderen“ richten, die „integriert" werden sollen, sondern auf die Institutionen, Organisationen und Einrichtungen unserer Gesellschaft - sie benötigen einen langfristigen Vielheitsplan, um angesichts der Verschiedenheit „fit“ für Vielheit zu werden und dabei die Fähigkeit zur Zusammenarbeit lernen können. Das bedeutet auch, dass wir eine intensivere Diskussion über Rassismus brauchen, denn Anti-Diskriminierung ist in der demokratischen Gesellschaft kein „Nice-to-have“, sondern essentieller Bestandteil von Gesellschaftspolitik.

 

Moderation: Johannes Brackmann

 

Eintritt frei

Imran Ayata und Bülent Kulukcu - "Songs of Gastarbeiter"

Lese- und Musik inszenierung

 

Do., 22.11.18, 19.30h, Theater Freudenhaus im Grend / Essen

Für die Compilation 'Songs of Gastarbeiter' wühlten der Berliner Autor Imran Ayata und der Münchner Theatermacher und Musiker Bülent Kullukcu in Archiven, durchforsteten die Musiksammlungen ihrer Eltern und Bekannten, nervten Freunde und Fremde, um die Songs der ersten Einwanderer-generation zu finden. Ende Oktober 2013 erschien Volume 1. ihrer Compilation bei dem Münchner Trikont-Label. Diese vereint sechzehn auf Deutsch und auf Türkisch gesungene, längst vergessene Songs. die von der Einwanderung in Deutschland handeln. Darunter Arbeiterlieder und Schmachtmelodien sowie Rap-Songs aus Kreuzberg, die Geschichte geschrieben haben.

 

Eintritt: VVK und AK: 8,-€

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+ 1,80 VVK-Gebühr

Rahmen- und Kooperationsprogramme 2018

 

Nino Haratischwili -  "Die Katze und der General"

 

Sa., 10.11.18, 20h, Casa / Grillotheater

Tschetschenien, 1995: Nura ist siebzehn, als eine russische Einheit in die Schlucht einzieht, in der ihre Familie lebt. Mit dem Ausbruch des Ersten Tschetschenien-kriegs zerschellt ihr Traum, der Enge des Dorfes zu entfliehen. Moskau, 1995: Der junge Alexander Orlow sieht seine Zukunft zersplittern: Die große Liebe zurückgelassen, mit einem Armeesack und mütterlichen Erwartungen auf den Schultern, muss er an die nordkaukasische Front. Berlin, 2016: Orlow, genannt »Der General«, ist inzwischen zum Oligarchen aufgestiegen und von Russland nach Deutschland gezogen. Die Vergangenheit lässt ihn nicht ruhen: Zeit für eine Abrechnung. Doch zuerst muss er »die Katze«, eine eigenwillige georgischstämmige Schauspielerin, von seinem Vorhaben überzeugen. 

Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. »Die Katze und der General« ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld- und Sühne-roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen  - über und die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung.

 

Begrüßung: Beate Scherzer

 

In Kooperation mit der Buchhandlung Proust, Essen

 

Eintritt: 12,-/9,- erm. (Karten sind nur in der Buchhandlung Proust erhältlich oder können dort reserviert werden. Tel: 0201-8 39 68 40 oder per mail: info@buchhandlung-proust.de)

 

 

Aus der Geschichte lernen - Die Geschichte der jüdischen Minderheit in Essen-Steele. Eine Rekonstruktion in Szenen, Bildern und Texten zum 80sten Jahrestag des Novemberpogroms      

 

So., 11.11.18 2018, 15h, Kulturzentrum Grend / Essen

     

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten die National-sozialisten die Steeler Synagoge in Brand und entweihten sie. Kurz danach wurden das schwer beschädigte Gebäude der Synagoge, ebenso wie die nahe gelegene jüdische Volksschule, endgültig ab-gerissen. Mit der Depor-tation in den Jahren 1941 bis 1943, meist aus dem Barackenlager am nahen Holbecks Hof auf einem Gelände der ehemaligen Zeche Johann Deimelsberg, gegenüber der Einmündung des Aronweges, endete hier das jüdische Leben. Ziele waren meist Vernichtungslager in Izbica und Theresienstadt.

 

Anhand von ausgewählten Quellen wirft das Erinnerungsprojekt  Schlaglichter auf die Geschichte des jüdischen Lebens in der ehemals selbstständigen Kleinstadt Steele, dem heutigen Stadtteil von Essen. Der Literaturkurs 13 der Frida-Levy-Gesamtschule stellt in diesem Rahmen Szenen aus  "Andorra" von Max Frisch dar und zeigt damit die fatalen Folgen des Antisemitismus in seiner historischen Dimension, aber auch in seiner heutigen Aktualität auf.

 

Die beiden langjährig in Essen-Steele lebenden Autoren Ingrid Niemann und Ludger Hülskämper-Niemann haben sich lange mit der Verfolgung und Vernichtung von Juden durch die Nazis auseinander gesetzt und mehrere Bücher darüber verfasst. 

 

Textauswahl und Lesung: Ingrid Niemann, Ludger Hülskämper-Niemann

 

Szenische Darstellung: Literaturkurs 13 der Frida-Levy-Gesamtschule. 

Leitung: Birger Altenbeck

 

Eintritt frei

 

Begleitprogramm zur Ausstellung "Glückauf in Deutschland"

Osman Engin: Osmans Alltag zwischen Köfte und Korintenkackern

 

Mi., 14.11.18 19:30h, Zentralbibliothek, Essen

 

Aus dem Osmanischen Alltag berichtet Osman Engin. Humorvoll, kritisch und immer unterhaltsam. Er erzählt von sich, seiner Frau Eminamin, seinen Kindern Nermin, Hatice und Mehmet, seinen Freunden in Halle 4 und natürlich auch von seinem Ford Transit. Geschichten, die das Leben von Einwanderern und anderen in Deutschland unter die Lupe nehmen! Geschichten, die treffen.   

 

Moderation: Artur Nickel 

 

Eintritt frei

 

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Glückauf in DeutschlandVom Ankommen, Bleiben und der Frage nach dem Wohin

 

Sa., 24.11.18, 18h, Zentralbibliothek Essen

 

Deutsch-türkische Jugendliche (Essener Anthologien) treffen auf Menschen der ersten Einwanderergeneration, die als unbegleitete Jugendliche aus der Türkei nach Deutschland kamen, um im Revier eine Ausbildung zu machen und unter Tage zu arbeiten. Das wirft viele Fragen auf. Für die einen. Für die anderen. Für uns alle. Zum Beispiel nach dem Ankommen in einem fremden Land und der schweren Arbeit gestern - und dem Leben und einer neuen Arbeitswelt heute

 

Moderation: Artur Nickel 

 

Eintritt frei.
 
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Zwischen Gestern und Morgen: Einwandererfamilien im Revier

 

Fr., 30.11.18 18.30h, Zentralbibliothek Essen

 

Die Entscheidung, in Deutschland arbeiten zu wollen, stellte auch Familien in der Türkei vor große Herausforderungen. Von einem Tag auf den anderen wurden traditionelle Strukturen zerrissen, wenn jemand fortging. Es war und ist für die Betroffenen eine Bewährungsprobe mit unsicherem Ausgang. Oder? Zumal die betroffenen Menschen bei uns im Revier oft auf ganz andere Kulturen trafen und treffen! Ein Abend des Türkischen Elternverbands Ruhr mit Einblicken und Ausblicken von Betroffenen und dem berühmten „Birlik“-Chor.

 

Moderation: Tuba Tuncak (Türkischer Elternverband Ruhr), Artur Nickel 

 

Eintritt frei

 

Grend Slam 53 - #MUT

Fr., 16.11.18,  20h Grend-Kulturzentrum, Essen

Bei dieser Grend Slam Revue - der Abend der Performance-Poeten, Storyteller und Punk-Literaten - betreten Akteure die Bühne, die das Attribut "MUT" auf unter-schiedlichste Weise für sich in Anspruch nehmen können:

 

Michael Bittner (Berlin), ist ein Schöpfer urkomischer Alltags-geschichten, schreibt aber auch die Kolumne "Besorgte Bürger" für die Sächsische Zeitung in Dresden - was ihm ein stetig volles Mailfach mit wüsten Verwünschungen beschert. Die finden als Inspiration auch Niederschlag in seiner jüngsten Veröffentlichung "Das Lachen im Hals".

 

Andy Strauß (Hamburg), sticht in dem gefälligen Duktus der Poetry Slams als anarchischer Paradiesvogel und verspielter Querulant hervor. Keine Grenzüberschreitung scheint ihm zu verwegen, kein Spleen zu verrückt, um auf der Bühne ausgelebt zu werden. Und trotz allem veräußerlichten Chaos ist Andy Strauß seit vielen Jahren eine der produktivsten Gestalten der Szene.

 

Die Broccolis (Münschen), Dass es einigen Mut benötigt, um als Münchner - und zu allem Überfluss noch Schwabinger - Musiker eine Bühne im Herzen des Potts zu besteigen, liegt auf der Hand. Die Broccolis schreckt das nicht. So darf man sich auf galant gereimte Endloszeilen freuen, die neben Smoking und Fliege das Markenzeichen der Band sind. Punkrock reduziert auf eine Singer/Songwriterbesetzung!

 

Zu guter Letzt kramt Gastgeber und Moderator Frank Klötgen seine kontroversesten Texte hervor.

 

Eintritt: 12,- VVK/14,-AK

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+ 2,20,- VVK-Gebühr

 

Allgemeine Hinweise zu Eintrittskarten und Vorverkauf

Tickets für alle eintrittspflichtigen und hier im Programm entsprechend mit einem Pfeil gekennzeichneten
Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf plus VVK-Gebühren unter: www.grend.de oder www.literatuerk.com oder an allen dem Ticketsystem ›Reservix‹ angeschlossenen Vorverkaufsstellen – bis ca. 2 Tage
vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn. Soweit die Veranstaltung nicht vorher schon ausverkauft ist, gibt es ein Eintrittskartenkontingent auch noch an der jeweiligen Abendkasse (ca. 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn). Auf Anfrage bieten wir auch ein Festivalticket zum Besuch
aller Festivalveranstaltungen zum Preis von 35 €! Anfrage an: literatuerk@grend.de

 

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