Vorabveranstaltung: Die Literarische Gesellschaft Ruhr, Schreibheft, Buchhandlung Proust, Festival Literatürk, Literaturbüro Ruhr präsentieren:

Do., 19. 10. 2017, 20:00h

Lesung mit Literaturnobelpreisträger: Orhan Pamuk

"Die Rothaarige Frau"

 

Als Cem die rothaarige Frau zum ersten Mal im Theaterzelt sieht, ist er nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat. Sie ist schön, ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer. Je mehr er sich zu ihr hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden ist. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem nach Istanbul. Jahrzehnte später kehrt er zurück – und entdeckt etwas Ungeheures. Orhan Pamuk erzählt mit klassischer Wucht eine Geschichte von Vätern und Söhnen, von Liebe und Verrat, von Schuld und Sühne in der Türkei. 

 

Übersetzung und Lesung: Recai Hallaç
Moderation: Norbert Wehr

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!

in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V, dem Literaturfestival Literatürk, dem Schreibheft (Zeitschrift für Literatur), der Buchhandlung Proust und dem Projekt „Über Leben!“ des Literaturbüros Ruhr e.V. Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung.

 

Eintritt: 12 €  erm. 8 €

Vorverkauf ausschließlich in der Lichtburg Essen

Mo., 06.11.17, 19:30h, Eröffnung des Festivals mit Zeruya Shalev, Maria Schrader u.a.

Moderation & Übersetzung: Shelly Kupferberg

Lesung: Maria Schrader

Musik: Beril Sun/Essen (Violine-Solo)

Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Essen, Franz-Josef Britz

Veranstalter: Literatürk in Kooperation mit der Buchhandlung Proust/Essen

Wenn Schmerz übermächtig wird – Iris leidet unter physischen Schmerzen, der Spätfolge eines Attentats in Jerusalem. Aber da ist auch ihr innerer Schmerz, den sie nie überwunden hat: die Enttäuschung darüber, dass ihre Jugendliebe sie damals Hals über Kopf verließ. Als sie ihn, der mittlerweile ausgerechnet Schmerztherapeut ist, im Krankenhaus wiedersieht, steht ihr Leben Kopf. Sie ist hin und her gerissen, zwischen ihm und ihrer Familie, zwischen der Vergangenheit und Gegenwart. Kann man verlorene Zeit zurückholen? Kann es in der Mitte des Lebens einen Neuanfang geben? Shalev führt uns in das komplexe Innenleben einer 45-jährigen Frau und Mutter. In ihrem Roman „Schmerz“ behandelt sie den Nahost-Konflikt sehr viel direkter als in ihren früheren Werken.

Ort: Filmstudio-Kino im Glückaufhaus/Essen, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Eintritt: 8 €, VVK im Filmstudio im Glückaufhaus (täglich ab 15:00 Uhr)

Di., 07.11.17, 19.30h, IIlja Trojanow - "Nach der Flucht"

Moderation: Karin Yeşilada

Das Thema Macht zieht sich in unterschiedlichen Zusammenhängen durch das Werk von Ilija Trojanow, wie in seinem Sammelband Anarchistische Welten über Alternativen jenseits von Hierarchie oder zuletzt in seinem Roman Macht und Widerstand über das Sowjet- und Postsowjet-Bulgarien.

In „Nach der Flucht“ verarbeitet er nun eine Erfahrung, die sein Leben für immer prägen sollte und für die er heute seinen Eltern dankbar ist: seine Flucht nach Deutschland. Trojanow vermischt seine eigenen Erlebnisse mit denen von anderen Geflüchteten, ergänzt seine Gedanken durch Anekdoten anderer. Und gibt einen Eindruck davon, wie viel Geflüchtete miteinander verbindet – für ihn ist der Flüchtling eine eigene Kategorie Mensch.

Ort: Casa (Grillo-Theater), Theaterplatz 7, 45127 Essen

 Eintritt: 6 € AK und VVK nur über www.grend.de oder www.literatuerk.com (Reservix/print@home)

Mi., 8.11.17, 19.30h, Nina George -  "Das Traumbuch"

Moderation: Sabine Adatepe

Was wäre wenn es einen Bereich zwischen Leben und Tod gäbe? Wenn wir verschiedene Versionen unseres Lebens leben könnten? Der Kriegsreporter Henri ist seit einem Unfall im Koma. Seine Ex-Freundin Eddie, die ihn immer noch liebt, und der hochsensible Teenager Sam, sein Sohn, den er nie kennengelernt hat, treffen im Krankenhaus aufeinander, bangen um ihn, freunden sich an. Man möchte in das Buch eintauchen und sich mit den Protagonisten anfreunden. Ein Roman für Menschen, die mehr sehen wollen, als die eindimensionale Welt um sie herum, die verzaubert und berührt werden möchten. Das Traumbuch zeigt uns, dass wir erst die Angst überwinden müssen, um herauszufinden, wer wir wirklich sein können.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Medienforum des Bistum Essen statt.

Ort: Theater Freudenhaus im Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, 45276 Essen

Eintritt: 6 € (nur Abendkasse)

Mi., 8.11.17, 19.30h, Fatma Aydemir - "Ellbogen"

Moderation: Ulrich Noller

Medienpartner: WDR/Cosmo-Radio

 

Wie sehr prägt unsere Herkunft uns und unsere Biografie? Wie entsteht Gewalt? Fatma Aydemir nimmt uns mit in die Welt einer 17-jährigen Berlinerin türkischer Herkunft. Sie lässt uns Hazals Frust darüber nachspüren, fremdbestimmt durch ihren autoritären Vater und ihre depressive Mutter zu sein und keine Zukunftsperspektive für sich zu sehen. Sie lässt uns mit Hazal ihre alltägliche Zurückweisung erleben, die Ellbogen, denen sie sich ständig ausgesetzt fühlt, und ihre immer größer werdende Wut. Als sie ein gewaltsames Verbrechen begeht, reißt beim Lesen der Faden des Mitgefühls: Rechtfertigt die eigene erlebte Ohnmacht es, anderen Schaden zuzufügen? Sicherlich nicht, aber dennoch ist es längst überfällig, einmal hinzuschauen, was junge Menschen wie Hazal eigentlich bewegt und wie sie zu denen werden, die sie sind.

Die Veranstaltung wird als live-stream von WDR/Cosmo-Radio gesendet

http://www1.wdr.de/radio/cosmo/index.html

Ort: Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Eintritt: 6 € (nur Abendkasse)

Mi., 8.11.17, 20.00 Hasnain Kazim - "Krisenstaat Türkei"

Die Türkei galt einmal als Land der Hoffnung: Ein Land, das islamisch ist und zugleich demokratisch, das Vorbild sein kann für seine Nachbarländer. Heute ist die Türkei ein  Krisenstaat, in dem die Demokratie unter Druck gerät. SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim zeigt, wie brenzlig die Situation am Bosporus ist: Durch die doppelte Gefahr aus wachsendem Autoritarismus und zunehmenden Extremismus gerät nicht nur die Demokratie in der Türkei unter Druck – auch für Deutschland und Europa entstehen neue Gefahren.

Hasnain Kazim, geb. 1974 in Oldenburg als Sohn indisch-pakistanischer Eltern, seit 2009 SPIEGEL-Korrespondent im Ausland, u. a. Islamabad, Istanbul und derzeit Wien.

Lesung & Gespräch im Rahmen des Projektes "Über Leben! Von der Hoffnung auf Zukunft" des Literaturbüros Ruhr e.V. in Kooperation mit dem Katakomben-Theater und dem Literaturfestival Literatürk.

Ort: Katakomben-Theater im Girardet Haus, Girardetstraße 2, 45131 Essen

Eintritt: 7/9 € (Vorverkauf/Abendkasse über Katakombentheater)

Do., 09.11.17, 19:30h, Premierenlesung 13. Buchprojekt: "Von Fluchten und Wiederfluchten"

Unsere Zeit ist geprägt von weltweiter Flucht und Migration. Immer wieder gab es Flucht aus und nach Europa – von 1933 bis heute. Aus vielen Gründen. Unserem Aufruf darüber zu schreiben sind bekannte und unbekannte Autorinnen und Autoren aus ganz Europa gefolgt, ja, auch aus Übersee wurden an die dreihundert Geschichten, Gedichte und Berichte eingeschickt. Über hundert sind in der neuen Anthologie vertreten. Das Buch gibt ein Bild davon, was Flucht und Migration bewirken und wie sie literarisch verarbeitet werden. Zum Veranstaltungstag präsentiert Amnesty-International einen Ausschnitt einer Bilderausstellung mit dem Thema „Menschen auf der Flucht“ in Zusammenarbeit mit der rennomierten Fotoagentur „Magnum“

Eine Kooperation des Kulturzentrums Grend/Literatürk mit dem Geest-Verlag (Vechta), Amnesty International Deutschland, Pro Asyl Essen und der Exile Kulturkoordination Essen.

Ort: Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, 45276 Essen

Eintritt frei

Fr., 10.11.17, 19:30h, Über Richtungslosigkeit. Ein Abend über erzwungene Bewegungen.

Mit Fabian Wolbring und Jasamin Ulfat

Moderation: Jan-Paul Laarmann

Musikalische Begleitung: Günfer Cölgecen und Elina Laivera

 

Drei Autoren der Literaturzeitschrift Richtungsding berichten vom ziellosem Flug aus einer sich auflösenden Rakete und werfen eng beschriebene Post-Its über dem Himmel von Essen ab. Dr. Fabian Wolbring, Rapper und Literaturwissenschaftler, programmiert in seiner preisgekrönten Kurzgeschichte kafkaesk die Fluchtkoordinaten auf Prag um und die Autorin Jasamin Ulfat feiert die Premiere neuer Flucht-Prosa, die sich in ihre Reihe bewegter Betrachtungen gesellschaftlicher Dunkelfelder einreihen wird. Die Bochumer Schauspielerin Günfer Cölgecen trägt als Höhepunkt ihre kraftvoll-rohen Miniaturen über Fremdheit vor, begleitet am Piano von der Sängerin Elina Laivera. Moderiert wird der Abend von Jan-Paul Laarmann, dem Herausgeber der Literaturzeitschrift, die in inzwischen 11 Ausgaben dem literarischen Schreiben im Ruhrgebiet ein Forum gibt.

Ort: Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof) 45127 Essen

Eintritt: 6 €

Sa., 11.11.17, 20:00, Poetry Slam - "Die Stützen der Gesellschaft"

Die Poetry-Slammer Fee, Frank Klötgen, Alex Burkhard und Sven Kemmler üben sich seit letztem Jahr mit großem Zuspruch im Stützen der Gesellschaft. Optisch in den Zwanzigern, textlich jeden Monat brandneu, lesen sie regelmäßig auf den traditionsreichen Brettern des Theater im Fraunhofer in München – passend zu Literatürk jetzt auch im GREND. Und das völlig zurecht. Denn sind wir ehrlich: Es braucht ein paar tragende Gesellschaftsstützen – und das nicht nur in München. Stützen, die alles versprechen und ab und zu sogar etwas halten, zum Beispiel die Gesellschaft. Und sei es auch nur die Spaßgesellschaft. Wie weit dabei ihre Macht reicht, testet der Besucher am besten selber aus. Die Stützen der Gesellschaft freuen sich auf jeden Fall auf viele weitere geneigte Gäste, weltrettende Abende und kalte Getränke – jetzt auch in Essen,  mit:

Fee: Die Münchner Slam-Poetin Fee war 2013 Finalistin der Bayerischen Poetry-Slam-Meisterschaften und anschließend gewann sie in Kiel die deutschsprachigen Meisterschaften in der Kategorie U20.

Frank Klötgen: ein Fixpunkt der deutschen Poetry-Slam-Szene und seit Jahren erfolgreicher Moderator des Grend-Slam.  Zudem Sänger der Band Marilyn’s Army.

Alex Burkhard: amtierender Münchner Stadtmeister im Poetry-Slam, mehrfacher Halbfinalist der deutschsprachigen und Finalist der bayerischen Meisterschaften.

Sven Kemmler: Kabarettist und Autor. Seit 2004 tourt der Münchner mit Soloprogrammen deutschlandweit und ist amtierender bayerischer Meister im Poetry-Slam.

Ort: Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, 45276 Essen

Eintritt: 14 € AK/12 € , VVK über www.grend.de

Sa., 11.11.17, 19:30h, Michael Lüders - "Die den Sturm ernten"

Moderation: Nikolaos Georgakis

„Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst“ (Voltaire). Wer über die Regime Change-Politik der USA berichtet, wird schnell zum Verschwörungstheoretiker. So ging es auch Michael Lüders, der in seinem aktuellen Buch der gängigen Meinung zum Syrien-Krieg widerspricht: Assad muss weg. Und dann?, fragt Lüders. Er zeigt auf, dass es in dem Konflikt weder einfache Lösungen noch Gut und Böse gibt, sondern komplexe Interessen von zahlreichen Akteuren. Die „Wertepolitik“ des Westens kommt dabei gar nicht gut weg. Ist das auch wiederum Schwarz-Weiß-Denken oder ist der Westen tatsächlich maßgeblich am Chaos im Nahen Osten beteiligt? Lüders Einschätzungen bieten ein Gegengewicht zum aktuell einseitigen Mediendiskurs, dem man Gehör schenken sollte. Um sich dann eine eigene Meinung zu bilden.

Ort: Zentralbibliothek, Hollestraße 3, 45127 Essen

Eintritt: 6 € (nur Abendkasse)

So., 12.11.17, 19:00h, Diskussion: Kunst und Kultur in Zeiten des Ausnahmezustandes

Moderation: Sabine Adatepe

 

Wie können Kulturschaffende und Kulturvermittler angesichts der Repressionen in der Türkei oder auch in anderen Ländern produzieren und arbeiten? Unter welchen Umständen können sich Kunst und Kultur frei entwickeln? Und warum sind der Austausch und die öffentliche Diskussion darüber gerade in diesen Zeiten besonders wichtig? Im Rahmen des Podiumsgesprächs wird diesen Fragen auf den Grund gegangen und über neue Entwicklungen in der deutsch-türkischen Literatur und die aktuelle Lage von Schriftstellern und Kulturschaffenden in der Türkei gesprochen.

Menekşe Toprak, geb. 1970 in Kayseri (Türkei), Autorin, Übersetzerin und Kulturjournalistin, erhielt für ihren Roman Ağıtın Sonu 2015 den Duygu-Asena-Romanpreis. Toprak lebt in Istanbul und Berlin.

Serkan Altuniğne, türkischer Karikaturist, zeichnete u. a. jahrelang für das mittlerweile geschlossene Satiremagazin Penguen. Seit einem Jahr lebt Altuniğne in Berlin und zeichnet für taz.gazete.

Semra Uzun-Önder, Literatürk-Festivalleitung

Sascha Feuchert, Professor für neuere deutsche Literatur in Gießen, PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison/Writers-at-Risk-Beauftragter

Ort: Café Central-International im Grillotheater, Theaterplatz 11, 45127 Essen

Eintritt frei

Mo., 13.11.17, 19:30h, Shida Bazyar: "Nachts ist es leise in Teheran"

Moderation: Ulrich Noller

Medienpartner: WDR/Cosmo-Radio

„Beim Schreiben hat man die Macht über alles, was passiert“, sagt Bazyar. In ihrem Debütroman spinnt sie eine Familiengeschichte um politischen Widerstand und die Hoffnung auf Veränderung. Der spätere Familienvater Behsad kämpft während der Iranischen Revolution 1979 für seine kommunistischen Ideale und muss zusehen, wie die Islamisten die Macht übernehmen. 10 Jahre später findet er sich mit seiner Familie in der deutschen Provinz wieder. Der Spagat zwischen dem Ankommen und der Sehnsucht nach Hause gleicht einer Zerreißprobe. Wieder 10 Jahre später reist Mutter Nahid mit den Töchtern nach Teheran. Laleh erkennt das Land ihrer Kindheit kaum wieder und fühlt sich doch so aufgehoben in der Wärme der Großfamilie. 2009 verfolgt dann Sohn Mo eher gelangweilt die Bildungsstreiks in seiner Studentenstadt. Da bricht die Grüne Revolution aus und die Vergangenheit der iranischen Eltern vermischt sich mit der deutschen Gegenwart.

Die Veranstaltung wird als live-stream von WDR/Cosmo-Radio gesendet

http://www1.wdr.de/radio/cosmo/index.html

 

Ort: Medienforum des Bistum Essen (Kooperationspartner), Zwölfling 16, 45127 Essen

Eintritt: 6 € (nur Abendkasse)

Di., 14.11.17, 19:30, Burhan Sönmez - "Istanbul Istanbul"

Moderation & Übersetzung: Sabine Adatepe

Unter den uralten Straßen Istanbuls sitzen vier Gefangene in einer Zelle - ein Student, ein Doktor, ein Barbier und ein alter Mann - und warten darauf, reihum von den Wärtern zum Verhör abgeholt zu werden. Um sich abzulenken, erzählen sie sich gegenseitig Geschichten. Geschichten aus ihrer Stadt, Geschichten voller Liebe und Humor. Geschichten, die ihnen helfen sollen, die Begrenzungen von Raum und Zeit aufzuheben und das Leid erträglicher zu machen. Durch Parabeln und Rätsel bringen sie einander zum Nachdenken und Lachen. Und allmählich verwandeln sich diese eindringlichen Erzählungen von unterhalb der Stadt in zahlreiche ineinander verwobene Geschichten von Istanbul selbst.

Ort: Theater Freudenhaus im Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, 45276 Essen

Eintritt: 6 € (nur Abendkasse)

Mi., 15.11.17, 19:30h, Can Dündar - "Verräter"

Moderation & Übersetzung: Murad Bayraktar

Medienpartner: WDR/Cosmo-Radio

Der ehemalige Chefredakteur der Cumhuriyet, die 2016 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, saß wegen seiner Berichterstattung über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes nach Syrien drei Monate in türkischer Einzelhaft. Heute lebt er im Exil in Berlin, denn in der Türkei droht ihm lebenslange Haft. Von hier aus setzt er seinen Kampf für die Pressefreiheit in seinem Land fort. In seinen Aufzeichnungen aus dem deutschen Exil erzählt er von den Ereignissen, die sich nach seiner Freilassung überschlagen haben: Prozess, Attentat, Urteil, der Putschversuch, seine Flucht nach Deutschland, sein Exil in Berlin. Dort führt er ein Leben zwischen Preisen und Anerkennungen, Bedrohungen und Anfeindungen, denn er kämpft weiter für eine demokratische Türkei.

Die Veranstaltung wird als live-stream von WDR/Cosmo-Radio Türkische Redaktion gesendet.

http://www1.wdr.de/radio/cosmo/index.html

Ort: Astra-Kino, Teichstraße 2, 45127 Essen

Einlaß: 18:30 Uhr

Eintritt: 10 € AK und VVK nur über www.grend.de oder www.literatuerk.com (Reservix/print@home)

Di., 21.11.17, 17:30h, Premierenlesung: 13. Essener Anthologie - "Wer ich wo bin"

Moderation: Artur Nickel

"WER ich WO bin!?" ist eine wichtige Frage in unserem Leben. In der neuen Essener Anthologie geben Jugendliche aus dem Revier ihre Antworten. Ein faszinierender Einblick in das, was sie bewegt, wie sie denken und leben und was ihre Identität ausmacht! Das Schreib- und Buchprojekt ist seit 13 Jahren einmalig in der Bundesrepublik. Ruhrgebietsweit werden aus zahlreichen eingesandten Beiträgen die wichtigsten und interessantesten Texte veröffentlicht und im Rahmen des Festivals präsentiert.

In  Zusammenarbeit mit dem Literatürk Festival/Kulturzentrum Grend (Essen), dem Geest-Verlag (Vechta). Weitere Partner: Elternverband u. Lehrerverein Ruhr e.V., Tk. Elternverband Dortmund, Föderation tk. Elternvereine NRW, Jugendbibliothek der Stadt Essen, VHS-Essen, Verein für Literatur Dortmund, Essener Lesebündnis, HU-Bildungswerk, Integrationsrat und Integrationsbeauftrager der Stadt Lünen, RU Bochum

Ort: Aula der VHS Burgplatz, Burgplatz 1, 45127 Essen

Eintritt frei

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Alle Veranstaltungen und Infos zum Literatürk-Festival 2017
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